BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Marktzahlen für das 4. Quartal 2025
Der Frankfurter Büromarkt kann zum Jahresende 2025 einen Flächenumsatz von 611.000 m² vermelden. Damit notiert das Ergebnis erstmals seit 2019 wieder über der 600.000-m²-Marke und gegenüber dem Vorjahr wird ein starkes Plus von knapp 54 % registriert. Mit diesem überdurchschnittlichen Ergebnis ist Frankfurt der stärkste Büromarkt im bundesweiten Vergleich und verweist München und Berlin auf die Plätze. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
Vor allem die von BNPP RE begleiteten Großabschlüsse im ersten Quartal von Commerzbank (73.000 m²) und ING-Diba (32.500 m²) waren richtungsweisend für den weiteren Jahresverlauf. Während Großverträge in den Vorjahren eine Seltenheit waren, konnten nun in enger Taktung gleich 9 Abschlüsse mit jeweils mehr als 10.000 m² in den ersten drei Quartalen des Jahres erfolgreich über die Ziellinie gebracht werden. In keinem anderen Markt war die Anzahl der Großverträge 2025 so hoch. Zwar werden für das Schlussquartal keine Großverträge vermeldet, allerdings hat die steigende Anmietungstätigkeit vor allem im mittleren Flächensegment (2.001 bis 5.000 m²) zu einem guten Quartalsergebnis von 110.000 m² beigetragen. In allen Quartalen wurde das Vorjahresresultat deutlich übertroffen.
„Der Leerstand ist zwar weiter gestiegen, allerdings mangelt es unverändert an großen, verfügbaren Erstbezugsflächen und auch bei realisierbaren Projekten herrscht ausgeprägter Wettbewerb unter den Mietinteressenten. In Konsequenz ist die Spitzenmiete 2025 um 10 % auf 54,00 €/m² gestiegen, wobei einzelne kleinere Vermietungen bereits darüber lagen“, erläutert Riza Demirci, Geschäftsführer und Frankfurter Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Frankfurts Leitbranchen eindrucksvoll zurück
Frankfurts Leitbranchen Banken und Finanzdienstleister sowie Beratungsgesellschaften haben sich 2025 eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Großverträge von Commerzbank, ING-Diba sowie Allianz Global Investors fallen besonders ins Gewicht. Sie haben wesentlich zum deutlich überdurchschnittlichen Flächenumsatz des Finanzsektors von 170.000 m² bzw. knapp 28 % Marktanteil beigetragen. Bei den Beratungsgesellschaften ist neben den Verträgen von KPMG (33.400 m²) und White & Case (10.000 m²) die hohe Gesamtzahl an Abschlüssen im kleinen und mittleren Segment mitverantwortlich für das starke Ergebnis von 121.000 m². Mit Marktanteilen von jeweils gut 8 % liegen Industrie, Handel und Öffentliche Verwaltung nahezu gleich auf.




