Marktkommentar: Europäische Immobilien-AIFs wachsen auch 2025 trotz deutlicher Mittelabflüsse
Das Nettofondsvermögen regulierter europäischer Immobilienfonds (AIFs) lag zum Jahresende 2025 bei insgesamt 1.048,9 Mrd. Euro – ein Plus von 1,4 Prozent oder 14 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der European Fund and Asset Management Association (EFAMA) hervor. Auch das Wachstum bei der Anzahl der Fonds setzte sich im vergangenen Jahr fort. So stieg die Zahl der europäischen Immobilien-AIFs von 4.032 Ende 2024 um 226 Fonds auf 4.258 zum Jahresende 2025.
„Europäische Immobilienfonds konnten auch im vergangenen Jahr ein leichtes Wachstum verzeichnen, allerdings deutlich verhaltener als in den Vorjahren. Die aktuellen Zahlen sind ein erstes Signal für eine Bodenbildung und eine schrittweise Stabilisierung des Marktes“, sagt Ilva Diaco, Conducting Officer Portfolio Management, Marketing & Distribution bei INTREAL Luxembourg. „Wir sehen derzeit eine selektive Erholung – von einer breiten Entspannung kann jedoch noch keine Rede sein. Das erste Quartal 2026 war zudem von zunehmender Nervosität geprägt, insbesondere aufgrund geopolitischer Spannungen, konjunktureller Unsicherheiten und anhaltender Inflationssorgen. Vor diesem Hintergrund rücken die Qualität der Assets und die Finanzierungssicherheit weiter in den Fokus der Investoren.“
Der differenzierte Blick auf die Kapitalflüsse verdeutlicht die weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen. Insgesamt verzeichneten europäische Immobilien-AIFs im vergangenen Jahr Nettomittelabflüsse in Höhe von rund 11,17 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Mittelabflussquote von rund 1,08 Prozent des Vorjahresvermögens.




