Flächenumsatz bleibt unter dem langjährigen Mittel
Savills hat auf die Entwicklung der Top-6-Büromärkte in Deutschland geblickt und kommt dabei zu folgenden Ergebnissen:
- Flächenumsatz: In Jahr 2025 belief sich der Flächenumsatz auf 2,4 Mio. m², was einem Zuwachs von etwa 2,8 % gegenüber dem Vorjahr entsprach.
- Mietentwicklung: Die Spitzenmieten stiegen gegenüber dem Vorquartal um 2,1 %, während die Medianmieten um 2,4 % zurückgingen.
- Leerstand: Die Leerstandsrate nahm um 40 Basispunkte gegenüber dem 3. Quartal 2025 zu und erreichte im Durchschnitt der Top-6-Städte 8,2 %.
- Ausblick: Der Flächenumsatz dürfte 2026 auf Vorjahresniveau liegen. Sowohl bei den Spitzenmieten als auch bei der Leerstandsquote ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.
Flächenumsatz bleibt unter dem langjährigen Mittel
Im Jahr 2025 lag der Flächenumsatz an den Top-6-Büromärkten* bei insgesamt 2,4 Mio. m². Das entspricht einem Anstieg von 2,8 % gegenüber 2024, liegt jedoch weiterhin 21 % unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Die durchschnittlich angemietete Bürofläche lag mit etwa 930 m² zum dritten Mal in Folge auf einem niedrigen Niveau und liegt unter dem Mittel der Vorjahre von 1.060 m² (2017-2022). Gleichzeitig ging die Zahl der Anmietungen im langfristigen Vergleich zurück: Im Jahr 2025 wurden etwa 2.600 Vermietungen registriert, während der Zehnjahresdurchschnitt bei fast 3.100 liegt.
Jan-Niklas Rotberg, Managing Director und Head of Office Agency Germany bei Savills, kommentiert: „Dass der Flächenumsatz 2025 unter dem langjährigen Mittel blieb, hängt vor allem mit der hohen Kostensensibilität der Nutzer im wirtschaftlich unsicheren Umfeld zusammen. Viele Nutzer zeigen sich bei Umzugsentscheidungen weiterhin zurückhaltend, und wenn ein Flächenwechsel erfolgt, geht dieser meist mit Flächenreduktionen einher. Häufig entscheiden sich Unternehmen erst dann für eine Neuanmietung, wenn es einen Handlungsdruck gibt – etwa wenn ESG- oder Technikanforderungen in der bestehenden Fläche nicht mehr erfüllt werden können, oder wenn die Lage den Anforderungen hybrider Arbeitsmodelle nicht mehr gerecht wird. Fehlt dieser Anlass, werden bestehende Mietverträge häufig verlängert, meist um weitere fünf Jahre und oftmals verbunden mit einer Verkleinerung der Fläche. Insgesamt sind die Nutzer selektiver geworden, was – zusammen mit dem anhaltenden Trend zu höherer Flächeneffizienz – den Flächenumsatz unter dem Durchschnitt hält.“






