Deutscher Immobilientag 2026 in Erfurt ist eröffnet
Mit einem eindringlichen Appell für mehr Vertrauen in die Marktwirtschaft, in Eigentümer, Vermieter, Kapitalanleger und die Immobilienwirtschaft hat Dirk Wohltorf, Präsident des Immobilienverband Deutschland IVD, heute den Deutschen Immobilientag 2026 (DIT) im Erfurter Steigerwaldstadion eröffnet. Vor rund 1.000 Teilnehmern forderte er einen grundlegenden politischen Kurswechsel, um Wohneigentum wieder für breite Bevölkerungsschichten erreichbar zu machen und den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten.
„Wer in Deutschland normal verdient, der muss normales Wohneigentum erwerben können“, zitierte Wohltorf zu Beginn seiner Grundsatzrede Bundeskanzler Friedrich Merz. Gleichzeitig machte er deutlich, dass zwischen diesem politischen Anspruch und der Realität eine immer größere Lücke klaffe: Hohe Grunderwerbssteuern von bis zu 6,5 Prozent, oft ausufernde Anforderungen an Kreditnehmer, überzogene Baustandards und eine Vielzahl regulatorischer Hürden verhinderten vielfach den Weg ins Eigentum.
Wohneigentum als zentraler Bestandteil des Aufstiegsversprechens
Unter dem Leitsatz „Vertrauen statt Generalverdacht“ kritisierte Wohltorf die wohnungspolitischen Rahmenbedingungen. Eigentümer, Vermieter und Investoren würden zu häufig als Problem dargestellt, obwohl sie einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung und Sicherung von Wohnraum leisten. „Eigentumsbildung entscheidet über Vermögen, Altersvorsorge, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Wenn Leistung nicht mehr zu Eigentum führen kann, verliert unser Land eines seiner wichtigsten Aufstiegsversprechen“, erklärte der IVD-Präsident. Der Verband fordert deshalb eine konsequente Eigentumsoffensive. Dazu gehören insbesondere die vollständige Befreiung von der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber sowie eigenkapitalersetzende Darlehen für Familien und Ersterwerber.




