Deutschlands Bildungsinfrastruktur steht unter erheblichem Druck. Bis 2035 wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Deutschland um 430.000 ansteigen. Gleichzeitig beläuft sich der kommunale Investitionsbedarf für Schulen auf rund 68 Milliarden Euro. Vielen Kommunen fehlen allerdings die finanziellen Mittel, Personal und Kapazitäten, um Neubau- und Sanierungsprojekte eigenständig umzusetzen. Vor diesem Hintergrund rücken Bildungsimmobilien zunehmend in den Fokus von Investoren, Projektentwicklern und Kommunen. Welche Rolle privates Kapital beim Ausbau von Schulen, Kitas und weiteren Bildungseinrichtungen spielen kann und warum Bildungsimmobilien als eigenständige Asset-Klasse an Bedeutung gewinnen, diskutierten Robert Feldt, Investment Director bei CapMan, Tanja Volksheimer, Geschäftsführerin und CIO von NEXT Generation Invest, sowie Jan Trenn, CEO von CELLS, im Rahmen einer von RUECKERCONSULT organisierten Online-Pressekonferenz.
Nordische Länder zeigen, wie Bildungsimmobilien zum Investmentstandard werden
In den nordischen Ländern gehören Bildungs- und Sozialimmobilien bereits seit Jahren zu den etablierten Anlageklassen. Hohe staatliche Bildungsinvestitionen, langfristige Mietverträge und eine starke Bonität der öffentlichen Hand schaffen dort stabile Rahmenbedingungen für Investoren. Anders als in Deutschland wird soziale Infrastruktur in Skandinavien nicht als Nischenmarkt betrachtet, sondern als fester Bestandteil institutioneller Immobilienportfolios.
„Die nordischen Länder investieren seit Jahrzehnten konsequent in Bildung und verfügen über eine der stabilsten öffentlichen Finanzlagen weltweit. Das macht Bildungsimmobilien zu einer äußerst verlässlichen Anlageklasse“, sagt Robert Feldt, Investment Director bei CapMan.
Die Bedeutung des Sektors spiegelt sich auch in seiner Marktgröße wider: In den nordischen Ländern sind zwischen 25 und 30 Prozent aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst tätig. Entsprechend groß ist der Bestand an Schulen, Hochschulen, Verwaltungsgebäuden und anderen Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. In einigen Jahren zählte das Segment sogar zur Asset-Klasse mit dem zweit- oder drittstärksten Investitionsvolumen am Immobilieninvestmentmarkt.













