News

Königstadt schließt Architektenwettbewerb für „Westend 100“ in Berlin erfolgreich ab: Plattenbaustudio Berlin gewinnt Wettbewerb für Hofverdichtung

Königstadt schließt Architektenwettbewerb für „Westend 100“ in Berlin erfolgreich ab: Plattenbaustudio Berlin gewinnt Wettbewerb für Hofverdichtung
Modell „Flexible Resilience; Gartenhaus Westend“ von Plattenbaustudio Berlin. Bildquelle: Plattenbaustudio Berlin

Die Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie mbH hat einen weiteren Architektenwettbewerb erfolgreich abgeschlossen. Für das Projekt „Westend 100“ in der Reichsstraße 100 in Berlin-Westend setzte sich in einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren der Entwurf von Plattenbaustudio Berlin durch. Königstadt plant auf dem eigenen Grundstück eine behutsame Verdichtung des bestehenden Hofbereichs und schafft damit zusätzlichen Wohnraum innerhalb einer gewachsenen innerstädtischen Struktur.

Neben Plattenbaustudio Berlin nahmen Office ParkScheerbarth und das Planungsbüro Holzmann an dem geladenen Wettbewerb teil. Dem Preisgericht gehörten unter anderem die Architekten Matthias Sauerbruch und Vera Hartmann von Sauerbruch Hutton sowie Nicole Kerstin Berganski, Architektin, Frankfurt am Main an. Auch das zuständige Stadtplanungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf war durch Gruppenleiterin Sahra Schalau und Aleksandra Wojtynska vertreten.

Der Siegerentwurf von Plattenbaustudio trägt den Titel „Flexible Resilience; Gartenhaus Westend“. Vorgesehen ist ein eigenständiges Gebäude, das sich in Maßstab und Kubatur in die bestehende Hofsituation einfügt und zugleich eine zeitgemäße architektonische Haltung formuliert. Charakteristisch für den Entwurf ist die differenziert gestaltete Metall-Fassade. Ein kegelstumpfartiges Dachgeschoss mit asymmetrisch geneigten Dachflächen, schließt das Gebäude nach oben ab. Besonderes Augenmerk legt der Entwurf zudem auf die Verzahnung von Gebäude und Freiraum. Der vorhandene Hof wird als Garten- und Aufenthaltsbereich weiterentwickelt. Mit einer Grundstücksfläche von rund 1.640 Quadratmeter umfasst der sechsgeschossige Baukörper eine BGF von circa 1.650 Quadratmeter. Das in Holzhybridbauweise errichtete Gebäude wird insgesamt 18 Wohneinheiten mit ein bis drei Zimmern und einer Gesamtwohnfläche von rund 1.180 Quadratmeter beherbergen.

„Mit ´Westend 100´ zeigen wir, welches Potenzial in der qualitätsvollen Weiterentwicklung bestehender Stadtstrukturen liegt. Gerade in Berlin müssen wir vorhandene Grundstücke intelligent nutzen, ohne dabei die Qualität des Bestands und der Freiräume aus dem Blick zu verlieren“, so Heike Lemiss, Geschäftsführerin Königstadt. „Der Siegerentwurf findet aus unserer Sicht eine sehr überzeugende Balance zwischen zusätzlichem Wohnraum, guter Architektur und einem sensiblen Umgang mit dem bestehenden Umfeld. Wir gratulieren Plattenbaustudio sehr herzlich.“

Matthias Sauerbruch: „Die Aufgabe einer Hofverdichtung verlangt eine besonders sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Bestand und den vorhandenen räumlichen Qualitäten. Der Entwurf von Plattenbaustudio überzeugt durch Originalität in Form und Material bei effizienter Raumplanung. Besonders positiv bewertet wurde der klar gegliederte Grundriss, der einen hohen Grad von Flexibilität zulässt.“

Das Berliner Büro Plattenbaustudio verfolgt mit seinem Entwurf das Ziel, ein robustes und zugleich anpassungsfähiges Wohngebäude zu schaffen. Jennifer O'Donnell, Partnerin Plattenbaustudio: „Für uns war entscheidend, das neue Haus nicht als isolierten Baukörper zu verstehen, sondern als Teil des bestehenden Hofensembles. Unser Ziel ist es ein Gebäude zu schaffen, das sich den wandelnden Lebenssituationen seiner Bewohner und Eigentümer anpasst. So lassen sich beispielsweise Zimmer zwischen benachbarten Wohnungen ´tauschen´. Fassade und Baukörper greifen die Vielfalt der benachbarten Gebäude auf und fügen sich als Akzent in den bestehenden Kontext ein. Der sonnige, geschützte Innenhof wird als urbaner Garten interpretiert. So entsteht für die Bewohner eine grüne Oase inmitten der Westend-Höfe. Mit dem Gartenhaus möchten wir dem umliegenden Wohnquartier ein freundlicher Nachbar sein.“

Mit „Westend 100“ setzt Königstadt erneut auf das Instrument des Architektenwettbewerbs, um für eigene Grundstücke langfristig tragfähige und architektonisch anspruchsvolle Lösungen zu entwickeln. Bereits für das Wohn- und Gesundheitshaus MOANOVA in Berlin-Moabit hatte Königstadt einen Realisierungswettbewerb durchgeführt.

Für „Westend 100“ ist als nächster Schritt die Zusammenstellung eines Planungsteams unter Einbeziehung der Entwurfsverfasser des Siegerentwurfes geplant. Die weiteren Planungsphasen sollen stufenweise beauftragt werden. Die Realisierung ist ab Mitte 2028 geplant.

Teilnehmende Büros:
Plattenbaustudio Berlin
Office ParkScheerbarth
Planungsbüro Holzmann

Fachpreisrichter/innen:
Matthias Sauerbruch, Architekt, Berlin
Vera Hartmann, Architektin, Berlin
Nicole Kerstin Berganski, Architektin, Frankfurt am Main (1. Runde)
Hannes Mayer, Architekt, Leiter Technikabteilung Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie mbH (2. Runde)

Sachpreisrichter/innnen:
Dr. Dariush Ghassemi-Moghadam, Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie mbH, Aufsichtsrat, Vorsitzender
Heike Lemiss, Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie mbH, Geschäftsführerin
Sahra Schalau, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, FB Stadtplanung, Gruppenleiterin (1. Runde)
Aleksandra Wojtynska, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, FB Stadtplanung (2. Runde)

Visualisierung Gartenhaus Westend von Plattenbaustudio Berlin, Siegerentwurf im Architektenwettbewerb Westend 100, Berlin-Westend
Ansicht „Flexible Resilience; Gartenhaus Westend“ von Plattenbaustudio Berlin. Bildquelle: Plattenbaustudio Berlin

#Newsletter: Stay up to date!

Sign up for our newsletter and receive regular updates on the latest topics.

Register now