Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von rund drei Millionen Quadratmetern. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg um elf Prozent und zeigt ein Marktgeschehen, dass sich trotz eines weiterhin anspruchsvollen konjunkturellen Umfelds positiv entwickelt. Gleichzeitig setzte sich der Rückgang der Leerstandsrate im Big-Box-Segment fort, während die Spitzenmieten insbesondere in nachfragestarken Logistikregionen weiter anzogen. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.
„Der Markt zeigt sich zunehmend resilient. Während sich die gesamtwirtschaftliche Dynamik weiterhin verhalten entwickelt, bleibt die Flächennachfrage auf einem soliden Niveau. Nicht nur im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 konnte der Markt zulegen, sondern auch verglichen mit dem ersten Quartal 2026. Besonders bemerkenswert ist, dass verfügbare Flächen wieder schneller absorbiert werden als noch vor einem Jahr", sagt Sarina Schekahn, Head of Industrial & Logistics Leasing Germany bei CBRE.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die wieder steigende Vermietungsleistung bei gleichzeitigem Rückgang spekulativer Projektentwicklungen. Hinzu kommt, dass Neubauflächen zunehmend wieder vermehrt während der Bauphase vermietet werden. Ebenso verkürzen sich die Vermarktungszeiten von Bestandsflächen. Beide Entwicklungen sprechen für eine verbesserte Marktaufnahmefähigkeit und eine insgesamt ausgewogenere Angebots-Nachfrage-Situation.
Insgesamt ging der Big-Box-Leerstand** im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres 2025 um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent zurück. Der Peak des Leerstands wurde Ende 2025 mit fünf Prozent erreicht. Seitdem zeigen sich die Leerstände insbesondere in etablierten Logistikregionen rückläufig. Dort rückt der strukturelle Flächenmangel wieder stärker in den Fokus. Gleichzeitig gewinnen Regionen außerhalb der klassischen Ballungsräume wieder vermehrt an Bedeutung, da Nutzer gezwungen werden auf alternative Standorte auszuweichen.




