Das Immobilientransaktionsvolumen in Deutschland belief sich im ersten Quartal 2026 auf rund 8,6 Milliarden Euro und lag damit knapp 20 Prozent über dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem außergewöhnlich starken Schlussquartal 2025 ging das Volumen jedoch um rund 19 Prozent zurück, was im Wesentlichen auf die ausgeprägte Jahresendrallye sowie eine zu Jahresbeginn traditionell geringere Transaktionsdynamik zurückzuführen war. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.
„Der Investmentmarkt startete dynamisch im Jahr 2026, zumindest bis zur jüngsten geopolitischen Eskalation im Nahen Osten. Zwar wurden die meisten laufenden Transaktionen fortgesetzt, hinsichtlich neuer Prozesse sind viele Akteure jedoch spürbar vorsichtiger geworden. Es gilt: Cashflow ist King“, sagt Marcus Lemli, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. „Klar ist aber auch: Zu einem gewissen Grad setzt eine Gewöhnung an externe geopolitische Schocks ein. Denn Immobilien sind immer noch ein Investment mit geringer Volatilität. Vor diesem Hintergrund stehen Sicherheit, Werterhalt und langfristig stabile Mieterträge dank eines aktiven Asset Management-Ansatzes hoch im Kurs.“ Mit 61 Prozent floss der Großteil des Investitionsvolumens in sicherheitsorientierte Investments. Auf Value-add entfielen 18 Prozent und weitere 13 Prozent auf opportunistisch.
„Unser grundlegender Konjunkturausblick deutet darauf hin, dass die immobilienwirtschaftlichen Fundamentaldaten nutzerseitig zu einer stabilen, wenngleich selektiveren Nachfrage führen. Zugleich werden die Investoren an den Immobilienkapitalmärkten angesichts des neuen Inflationsumfelds und der allgemein gestiegenen Unsicherheit etwas zurückhaltender agieren“, erklärt Dr. Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.
Büro wieder Spitze
Mit einem Volumen von rund 2,1 Milliarden Euro waren Büroimmobilien die stärkste Assetklasse im Markt. Der Anteil am Gesamtvolumen lag bei rund 24 Prozent, das Plus gegenüber dem ersten Quartal 2025 betrug gut 60 Prozent. Damit verzeichnete Büro sowohl den höchsten Marktanteil als auch den größten absoluten Zuwachs. Zwölf der 24 größten Transaktionen oberhalb der 50-Millionen-Euro-Marke entfielen auf diese Assetklasse. Mit dem Erwerb eines Neubauensembles in Kaarst für die Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen tätigte die öffentliche Hand den größten Büroabschluss des Quartals. Daneben trug der Erwerb der Alten Akademie in München aus der Signa-Insolvenz durch die OPES-Immobilien-Gruppe zum Transaktionsumsatz bei.





