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ZAM in München-Freiham: Stadtteilzentrum offiziell eröffnet

ZAM in München-Freiham: Stadtteilzentrum offiziell eröffnet
Janine Venhoff (Vonovia) und Niccolo Rosa-Alscher (ROSA-ALSCHER Group) bei der Eröffnung des Stadtteilzentrums ZAM in München-Freiham. Bildquelle: Oliver Blobel
Mit mehrtägigen Feierlichkeiten haben die ROSA-ALSCHER Group und Vonovia die offizielle Eröffnung des Stadtteilzentrums ZAM in München-Freiham gefeiert. Den Auftakt bildete ein Festabend mit Mietern, Projektpartnern und Vertretern aus Politik und Stadtgesellschaft. Am Freitag, 23. Oktober, wurde das Stadtteilzentrum bei einer feierlichen Banddurchtrennung offiziell eröffnet. Für die Mieter und die Nachbarschaft gab es verschiedene Showeinlagen, darunter eine große Lichtshow, ein Kinderprogramm und eine Verlosung. Beide Unternehmen haben jeweils zwei der vier Baufelder entwickelt. Rund 470 Wohnungen, etwa 18.700 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen sowie rund 25.000 Quadratmeter für Handel und Gastronomie bilden künftig eine neue Mitte für den wachsenden Stadtteil. Geschäfte haben bereits geöffnet, die ersten Bewohner sind längst eingezogen.

Dr. Alexander Rosa-Alscher, Gründer und Geschäftsführer der ROSA-ALSCHER Group, erinnert an die Anfänge des Projekts: „Ich kenne dieses Gelände noch als Wiese. Heute stehen wir in der neuen Mitte von Freiham.“ Nicht die Größe des Vorhabens alleine sei entscheidend, sondern vor allem die Frage, ob die Menschen im ZAM zusammenkommen.

Die ROSA-ALSCHER Group hatte das Areal 2018 erworben. Den Architekturwettbewerb gewann 2019 der Entwurf von Störmer Murphy and Partners. Nach der Grundsteinlegung im Juli 2022 folgten 2023 die Richtfeste für die einzelnen Bauteile. Bereits 2024 eröffneten die ersten Geschäfte. Die mehrtägigen Eröffnungsfeierlichkeiten markieren nun den Abschluss einer mehrjährigen Projektentwicklung unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen: Pandemie, unterbrochene Lieferketten, deutlich gestiegene Baukosten und die Zinswende begleiteten die Realisierung.

Offene Architektur und ein Platz für den Stadtteil

Das ZAM verbindet Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung und Gastronomie in vier Gebäuden. Die Geschäfte öffnen sich zum Mahatma-Gandhi-Platz und zu den Wegen durch das Quartier, statt in einer geschlossenen Shoppingmall zu liegen.

Rund zehn Meter hohe Arkaden prägen die Architektur, grüne Innenhöfe ergänzen die öffentlichen Bereiche. Der rund 65 Meter hohe Wohnturm ist ein markanter Orientierungspunkt im Stadtteil. Entworfen wurde das Ensemble von Störmer Murphy and Partners.

Auch für das Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy and Partners, das den Entwurf für das ZAM verantwortet, markiert die Eröffnung nach sechs Jahren intensiver Projektarbeit einen wichtigen Meilenstein. Bei der Planung stand die Idee eines offenen Stücks Stadt im Mittelpunkt. Entsprechend legte das Büro großen Wert darauf, Wege, Plätze und Arkaden zwischen den Häusern ebenso sorgfältig zu gestalten wie die Gebäude selbst.

Auf den beiden von Vonovia entwickelten Baufeldern sind 332 Wohnungen und 27 Gewerbeeinheiten entstanden. Die Wohnungen bieten Raum für knapp 1.000 Menschen und machen nach Unternehmensangaben gut fünf Prozent des Münchner Vonovia-Bestands aus. Der Wohnungsbestand des Unternehmens im ZAM ist inzwischen nahezu vollvermietet.

„Für Vonovia ist heute ein besonderer Tag. 332 neue Wohnungen bieten knapp 1.000 Menschen ein Zuhause. Gerade auf dem angespannten Münchner Wohnungsmarkt ist das ein wichtiger Beitrag“, sagte Robert Stellmach, Bayern-Chef von Vonovia. „Hier am Mahatma-Gandhi-Platz kommen Wohnen, Arbeiten und Begegnung zusammen. Als langfristiger Eigentümer bleiben wir auch künftig ein verlässlicher Partner vor Ort.“

Beitrag zur Stadterweiterung und langfristigen Quartiersentwicklung

Auch Sebastian Kriesel, Vorsitzender des Bezirksausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied, sprach bei der Eröffnung. Er bedankte sich bei den Projektbeteiligten für den Mut, ein Vorhaben dieser Größenordnung umzusetzen, und hob die Bedeutung des ZAM als Beitrag zur Stadterweiterung und zur Versorgung des neuen Stadtteils Freiham hervor.

Gemeinsam mit den Mietern und den Partnern im Quartiersmanagement sollen Angebote weiterentwickelt und neue Anlässe für Begegnungen geschaffen werden. Zum Konzept gehören kurze Wege zwischen den Nutzungen, begrünte Freiflächen und ein Mobilitätsangebot mit Ladeinfrastruktur und Carsharing. Die Gebäudeteile ZAM SPACES und ZAM LIFE verfügen jeweils über die Zertifizierungen DGNB Gold und LEED Gold. Auch mit Blick auf die kommenden Jahre machte Rosa-Alscher am Festabend deutlich, dass das Engagement mit der Eröffnung nicht endet. Entscheidend sei, dass das ZAM nicht nur zur Eröffnung, sondern auch an einem gewöhnlichen Wochentag in zehn Jahren gut funktioniere.

Die mehrtägigen Feierlichkeiten mit rund 20.000 Besuchern machten den öffentlichen Charakter des ZAM erlebbar. Mit der feierlichen Banddurchtrennung, Showeinlagen, einem Kinderprogramm und einer großen Verlosung richtete sich das Eröffnungsprogramm ausdrücklich auch an die Mieter und die Nachbarschaft. Handel, Gastronomie und öffentlich zugängliche Flächen sollen das Quartiersleben dauerhaft bereichern.

Entwurfsarchitekt Kasimir Altzweig spricht bei der Eröffnung des Stadtteilzentrums ZAM in München-Freiham. Bildquelle: Oliver Blobel

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