Der Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Mitteldeutschland erreichte 2025 einen Flächenumsatz von 406.000 Quadratmetern. Damit lag das Jahresergebnis neun Prozent unter dem Flächenumsatz von 2024. Zulegen konnten hingegen Flächeneinheiten im Segment von 5.000 bis 10.000 Quadratmetern (plus 18 Prozent) sowie im Segment von 10.000 bis 20.000 Quadratmetern (plus 23 Prozent). An Bedeutung gewinnen konnten zudem Neubauflächen, deren Anteil am Flächenumsatz um zehn Prozentpunkte auf 59 Prozent anstieg. Rückläufig war hingegen der Anteil von Eigennutzern (minus 18 Prozentpunkte auf 39 Prozent) – obwohl der größte Abschluss ein Eigennutzerankauf von Birkenstock bei Dresden mit rund 90.000 Quadratmetern war. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE. Das untersuchte Marktgebiet Mitteldeutschland umfasst unter anderem die Regionen Leipzig/Halle (208.000 Quadratmeter, minus 38 Prozent), A4 Sachsen (105.000 Quadratmeter, plus 424 Prozent), A4 Thüringen (51.000 Quadratmeter, minus 24 Prozent) sowie Magdeburg (42.000 Quadratmeter, plus 70 Prozent).
„Die verschiedenen Marktgebiete in Mitteldeutschland entwickelten sich 2025 höchst unterschiedlich. Während die Nachfrage insgesamt zurückhaltend blieb, konnten Dresden, Magdeburg sowie insgesamt die kleineren Flächeneinheiten zulegen“, sagt Mirko Baumann, Team Leader Industrial & Logistics East Germany bei CBRE.
Der Big-Box-Leerstand stieg 2025 um 3,8 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent an. Während er in Leipzig/Halle recht hoch ausfällt, ist er in Dresden im Marktgebiet A4 Sachsen deutlich geringer. „Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt des Leerstandes erreicht wurde“, sagt Baumann.
Die Spitzenmiete für Logistikimmobilien gab in Leipzig/Halle im Jahresverlauf 2025 leicht um zwei Prozent auf 5,90 Euro pro Quadratmeter und Monat nach. Im Gebiet A4 Sachsen stieg sie hingegen um zwei Prozent auf 6,10 Euro. In den anderen beiden Marktgebieten blieb sie stabil – bei 5,80 Euro entlang der A4 in Thüringen und bei 5,50 Euro in Magdeburg.
Im Vergleich zu 2024 blieben der Anteil der verschiedenen Nachfragebranchen am Flächenumsatz 2025 größtenteils stabil. Führend waren weiterhin Transport- und Logistikunternehmen mit einem Anteil von 42 Prozent. Ihnen folgten Produktionsunternehmen mit einem Anteil von 36 Prozent, ihrerseits gefolgt von Handelsunternehmen (inkl. Onlinehändlern) mit 22 Prozent.
Ausblick auf 2026
„Angesichts einer hohen Anzahl spekulativ errichteter Neubauflächen insbesondere im Raum Leipzig bietet Mitteldeutschland Potenziale, die es in Südwest-Deutschland so nicht gibt. Wenn Mieter also große Flächen suchen mit kurzfristigem Bezug stehen hier Flächen bereit – und das meist in Autobahnnähe. Das ist ideal für Handel und E-Commerce. Im Dresdner Raum können zudem Zulieferer der Chipindustrie als Flächennachfrager auftreten, wobei in diesem Markt eher Knappheit an den gesuchten mittelgroßen Flächen herrscht“, so Baumann.