Aufnahme in die Juryauswahl 2026 würdigt die architektonische Transformation des Gebäudes am Coolsingel und seine Weiterentwicklung für heutige Anforderungen / Bekanntgabe des Rotterdamer Architekturpreises am 12. Juni 2026
Coolse Poort in Rotterdam, ein Mixed-Use-Gebäude des Aroundtown-Portfolios, ist für den Rotterdam Architekturpreis 2026 nominiert. Das Projekt gehört damit zu einer Auswahl von insgesamt zehn nominierten Objekten, die im Rahmen des Architekturpreises von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden. Der Rotterdam Architekturpreis (Rotterdam Architectuurprijs) wird von der Stadt Rotterdam initiiert und vom Architektur Institut Rotterdam (AIR) organisiert.
Aroundtown hat das ehemalige Bürogebäude im Rahmen einer umfassenden Neupositionierung weiterentwickelt, vollständig saniert und in ein Mixed-Use-Objekt umgewandelt. Die Revitalisierung des Objekts greift die historische Substanz des brutalistischen Gebäudes auf (hier im Video zu sehen) und entwickelt sie für moderne Nutzungsanforderungen weiter. Dazu zählen die Öffnung der Fassade, mehr Transparenz zwischen innen und außen sowie eine funktionale und technische Modernisierung. In seiner heutigen Ausprägung steht das Objekt für ein gemischt genutztes Konzept aus Serviced Apartments, Büro- und Fitnessflächen. Die Nominierung würdigt damit nicht nur die architektonische Qualität des Projekts, sondern auch den Mixed-Use-Ansatz als Modell zur zeitgemäßen Weiterentwicklung von Gebäuden.
Zentral an der Kreuzung von Blaak und Coolsingel gelegen, ist Coolse Poort Teil von Rotterdams bekanntestem historischen Boulevard. Die Immobilie hat eine hervorragende Nachhaltigkeitsbilanz und setzt Maßstäbe in den Bereichen Energieeffizienz, Wassermanagement sowie Abfallreduzierung.
Die Nominierung schließt an die erfolgreiche Neupositionierung des Gebäudes an. Nach der Umnutzung und technischen Erneuerung wurden langfristige Mietverträge abgeschlossen, unter anderem mit Numa, Workspot und SportCity, und weitere Mietverhandlungen laufen.
Der Sieger des Rotterdamer Architekturpreises 2026 wird am 12. Juni bekanntgegeben, bis zum 8. Mai 2026 kann auf der Website des Architekturpreises für die nominierten Objekte abgestimmt werden. Seit 2011 wird der Preis jährlich vergeben. Zu den weiteren der insgesamt zehn Nominierten in diesem Jahr zählen renommierte Projekte wie das Migrationsmuseum Fenix sowie das Holzbau-Wahrzeichen SAWA, das als innerstädtisches Exempel für Nachhaltigkeit gilt.
Die Auszeichnung stellt jedes Jahr die besten neuen Gebäude und Transformationsprojekte der Stadt in den Mittelpunkt. Coolse Poort wurde 1979 vom Architekturbüro GROOSMAN entworfen und fast 50 Jahre später von ihm reinszeniert.