Das norddeutsche Immobilienberatungsunternehmen Robert C. Spies hat im Auftrag der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) die nächsten Schritte zur touristischen Entwicklung des rund 200 Hektar großen Freizeitareals in Hooksiel vorgestellt. Grundlage dafür waren umfangreiche Analysen, mit denen die Potenziale des Standorts bewertet, relevante Zielgruppen identifiziert und konkrete Nutzungsansätze entwickelt wurden. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde das Konzept nun im Ausschuss für Gemeindeentwicklung im Wangerland präsentiert. Parallel dazu hat Robert C. Spies bereits damit begonnen, potenzielle Investoren und Betreiber für die geplanten Projektbausteine anzusprechen.
Strategische Positionierung als moderne Küsten- und Erholungsdestination
Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Positionierung Hooksiels als moderne Küsten- und Erholungsdestination, die Naturerlebnis, Wassersport, Qualitätstourismus und nachhaltige Infrastruktur verbindet und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse für die Region setzt. Die Lage zwischen Hooksmeer und Nordseeküste gilt als einer der stärksten Standortfaktoren. Gleichzeitig schafft die Nähe zu den energie- und hafenwirtschaftlichen Entwicklungsfeldern in Wilhelmshaven zusätzliche Nachfrageperspektiven, etwa für Geschäftsreisende, Tagungen, Seminare oder temporäre Arbeitsaufenthalte.
Standortanalyse zeigt neue Nachfragepotenziale
Die von Robert C. Spies erstellten Analysen umfassen eine detaillierte Betrachtung vergleichbarer Destinationen wie Cuxhaven, Büsum, St. Peter-Ording oder Norderney. Dabei wurde deutlich, dass das Wangerland zwar überdurchschnittlich lange Aufenthaltsdauern verzeichnet, dies jedoch vor allem auf den hohen Anteil an Dauercamping zurückzuführen ist, während die Gästeankünfte insgesamt rückläufig sind. Daraus ergibt sich die Chance, neue Zielgruppen für Hooksiel zu gewinnen und qualitativ anspruchsvollere touristische Angebote zu etablieren.
„Unsere Analysen zeigen, dass Hooksiel nicht nur über eine außergewöhnliche landschaftliche Ausgangslage verfügt, sondern auch über ein breites touristisches Profil, das neue Besuchergruppen ansprechen kann. Entscheidend wird sein, Angebote mit hohem Qualitätsfokus und einer klaren Identität zu schaffen. Wir sind jetzt in der Phase, diese Konzepte aktiv in den Markt zu tragen und geeignete Betreiber sowie Investoren zu identifizieren“, sagt Andreas Fuchs, Geschäftsführer des Bereiches Projekte & Entwicklung bei Robert C. Spies.
Konkrete Nutzungsperspektiven entlang von Natur, Hafen, Wald und Wasser
Für die verschiedenen Teilflächen wurden Nutzungsschwerpunkte entwickelt, darunter Hotel- und Ferienparkstrukturen, erlebnisorientierte Übernachtungsangebote wie Hausboote am Hooksmeer sowie wasser- und naturbezogene Sportangebote. Ein zentraler Baustein ist die Weiterentwicklung des Außenhafens, wo ein multifunktionales Gebäude entstehen könnte, das Gastronomie, Aufenthaltsbereiche, Shops, Co-Working- und Konferenzflächen sowie touristische Services vereint. Ergänzend wurden naturorientierte Angebotsbausteine in den angrenzenden Waldflächen konzipiert.
„Unser Anspruch ist eine Planung, die Aufenthalts- und Erlebnisqualität schafft und zugleich Rücksicht auf Natur, Ortsbild und bestehende Strukturen nimmt. Wir wollen das Angebot erweitern, ohne es zu überprägen – und dies in enger Abstimmung mit der Gemeinde“, sagt Mathias Lüdicke, Niederlassungsleiter von Niedersachsen Ports in Wilhelmshaven.
Das Konzept wurde im Ausschuss für Gemeindeentwicklung im Wangerland positiv aufgenommen. Ziel ist es, die touristische Entwicklung eng mit Hooksiel sowie den bestehenden touristischen und wirtschaftlichen Angeboten zu verzahnen. „Hooksiel hat enormes Potenzial, das bislang nicht ausgeschöpft wurde. Entscheidend ist, dass eine touristische Weiterentwicklung nicht gegen, sondern zusammen mit dem Ort entsteht. Wir wollen Angebote schaffen, die der Region neue Perspektiven geben und gleichzeitig authentisch bleiben. Die jetzt präsentierten Ansätze sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“, sagt Mario Szlezak, Bürgermeister der Gemeinde Wangerland.
Investorensuche hat begonnen – NPorts bleibt Flächeneigentümer
NPorts tritt nicht als Investor auf, sondern schafft die planerischen Voraussetzungen und begleitet den Prozess. Robert C. Spies übernimmt dabei die Aufgabe, Projekte zu qualifizieren, Konzepte zu konkretisieren und geeignete Betreiber- und Investorenstrukturen zu identifizieren und in den Markt zu bringen. Grundlage hierfür sind die kürzlich abgeschlossenen städtebaulichen Vereinbarungen sowie planungsrechtliche Klärungen, die erstmals größere touristische Entwicklungen auf dem Areal ermöglichen.