Alterric hat im Windpark Oslebshausen bei Bremen seinen ersten Batteriespeicher in Betrieb genommen. Nach erfolgreicher Testphase speist die Anlage nun Strom ins Netz ein. Mit dem Projekt erweitert das Unternehmen seine Aktivitäten über die reine Stromerzeugung hinaus und positioniert sich weiter als Systemakteur.
Der Batteriespeicher hat eine Leistung von zwei Megawatt und kann Strom aus dem Windpark gezielt aufnehmen und zeitversetzt wieder einspeisen. Dadurch lässt sich die Einspeisung verstetigen und besser an den Bedarf im Netz anpassen. Gleichzeitig kann die Anlage innerhalb kürzester Zeit auf Netzanforderungen reagieren und so zur Stabilität des Stromsystems beitragen.
„Wir investieren gezielt in Speichertechnologien, weil Flexibilität die Grundlage für ein stabiles und leistungsfähiges Energiesystem ist und wir so auch die aktuell unter massiver Last stehenden Netze entlasten“, sagt Dr. Frank May, CEO von Alterric. „Klar ist aber auch: Flexible Lösungen auf Erzeugerseite ersetzen keine Investitionen in den intelligenten Ausbau der Netze. Hier bedarf es noch erheblicher Anstrengungen, um das enorme Potenzial der Energiewende für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu heben.“
Mit dem Projekt in Oslebshausen startet Alterric in den Aufbau sogenannter Energieparks. Dabei werden bestehende Windparks um Speicher ergänzt und perspektivisch mit weiteren Technologien kombiniert, um Erzeugung und Flexibilität an einem Standort zusammenzuführen. Aufbauend auf diesen Ansatz erweitert das Unternehmen auch seine Fähigkeiten im Systembetrieb: Alterric ist bereits im Markt für Regelleistungen aktiv und stellt zudem Blindleistung zur Stabilisierung der Netze bereit.
Alterric treibt den Ausbau seines Speicherportfolios konsequent voran. Sechs weitere Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von über 100 Megawattstunden befinden sich in der Umsetzung, zwei davon bereits im Bau.
Mit dem ersten Speicher im Netzbetrieb und weiteren Projekten in Vorbereitung baut Alterric seine Rolle im Energiesystem weiter aus. Ziel ist es, erneuerbare Erzeugung planbarer zu machen und eine stabile, wettbewerbsfähige Energieversorgung zu unterstützen.
Dr. Frank May wird diese Themen auch auf dem BDEW-Kongress in Berlin aufgreifen. Dort nimmt er am Donnerstag, 11. Juni 2026, an der Podiumsdiskussion „Batteriespeicher: Vom Markttrend zum Systembaustein“ teil.