IREBS Standpunkt Nr. 154
Viktor Weber, Geschäftsführer & Mitgründer – Acquirepad
Die kunterbunte KI-Welt lässt so manchen Nutzer schwanken, ob dieses neue Instrument in kürzester Zeit alles kann und folglich alle Bürojobs vernichten wird oder ob es nicht doch alles Humbug ist und man doch lieber bei seinen Aktenordnern und handgezogenen Buchhalternasen bleiben sollte. Gerade in den sozialen Medien wuchert hier ein marketinggetriebenes Feuchtbiotop aus Welterklärern und Influencern, die diese schillernde Welt auch erst kürzlich für sich erpromptet zu haben scheinen.
Viktor Weber illustriert in diesem Standpunkt, dass KI – gerade die großen Sprachmodelle – systemimmanent nicht-deterministisch, also fehleranfällig, ist, doch dass dies umgekehrt nicht bedeuten darf, dass wir das enorme Potenzial der neuen Angebote ignorieren dürfen. Genauso wie die Maschinen nicht die Ingenieure arbeitslos machten, wird auch KI nicht (alle) Analysten, Asset-Manager, Berater etc. obsolet machen. Wichtig ist: Wer die Grenzen nicht kennt, kann die Ergebnisse nicht angemessen beurteilen. Wer sich aber genau mit den Vorzügen UND Nachteilen beschäftigt, wird mit der KI ein mächtiges Schwert an die Hand bekommen. Doch genau wie die ritterliche Waffe muss auch das KI-Schwert gehegt und gepflegt werden. Es bleibt also auch im Zeitalter von KI eine Menge Arbeit an uns hängen. Ich wünsche viel Erkenntnis beim Lesen.