In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 erzielte der Düsseldorfer Büromarkt einen Flächenumsatz von 99.000 m². Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Das Ergebnis liegt in der gleichen Größenordnung wie im ersten Halbjahr 2025 (98.000 m²). In der Fünfjahresbetrachtung ordnet sich der Umsatz damit dennoch rund 15 % unter dem Schnitt ein. Verantwortlich hierfür sind vor allem die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, das eingetrübte wirtschaftliche Umfeld sowie strukturelle Veränderungen auf der Nutzerseite, die viele Unternehmen zu einer vorsichtigeren Anmietungsstrategie veranlassen. Diese Zurückhaltung wirkt sich weiterhin hemmend auf die Marktdynamik aus“, erläutert Philip Bellenbaum, Düsseldorfer Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Erfreulich sind die hohen Nachfrageimpulse in den Segmenten bis 1.000 m², die allein für gut die Hälfte des Resultats verantwortlich zeichnen und einen deutlich höheren Marktanteil als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (~41%) erreichen. Belastend wirkt sich insbesondere die geringe Anzahl großvolumiger Vertragsabschlüsse aus. Zwar konnte im zweiten Quartal mit dem Deal von KPMG über 17.300 m² am Kennedydamm eine Vermietung jenseits der 10.000-m²-Marke verzeichnet werden, die fehlende Abschlussaktivität im Größensegment zwischen 5.000 und 10.000 m² fällt allerdings deutlich ins Gewicht. Somit entfallen nur unterdurchschnittliche 17 % auf die großvolumigen Klassen.
Die unverändert hohe Nachfrage nach Top-Flächen bei gleichzeitig begrenztem Angebot hat zu einem weiteren Anstieg der Mietpreise geführt. So notiert die Spitzenmiete aktuell bei 46 €/m² (+ 6 % ggü. Q2 2025). Auch die Durchschnittsmiete hat ihren Aufwärtstrend fortgesetzt und liegt mit 23 €/m² (+20 % im Vorjahresvergleich) auf einem neuen Rekordhoch.




