Starkes viertes Quartal sorgt für Plus von einer Milliarde Euro im Jahresvergleich
Der Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien hat seinen Erholungskurs fortgesetzt und mit 6,54 Milliarden Euro rund eine Milliarde Euro Transaktionsvolumen mehr erzielt als im Vorjahr – ein Plus von rund 18 Prozent. Nach dem deutlichen Knick 2023 und der leichten Verbesserung 2024 arbeitet sich der Markt nun wieder sichtbar an den eigenen Fünfjahresschnitt von 7,78 Milliarden Euro heran und liegt jetzt nur noch 16 Prozent darunter. Zugleich stieg die Zahl der Transaktionen signifikant von 209 auf 248.
„Vor allem der Endspurt im vierten Quartal mit einem Volumen von 2,35 Milliarden Euro hat zu diesem erneuten Wachstum geführt. Es ist zugleich das stärkste Einzelquartal der vergangenen drei Jahre und belegt, wie sich der Markt schrittweise aus dem Tal herausarbeitet und wieder mehr Investoren anlockt“, sagt Sarah Hoffmann, Head of Retail Investment JLL Germany. „Zugleich hat die Dynamik spürbar zugenommen, denn mit 79 Transaktionen ist das Schlussquartal 2025 ebenso das stärkste Einzelquartal der vergangenen drei Jahre. Der nächste Schritt wäre jetzt, dieses Niveau möglichst konstant über das Jahr zu halten.“
Die Zahl der Großtransaktionen ist im Jahresvergleich zu 2024 konstant bei zehn geblieben, jedoch ist das Gesamtvolumen dieser Transaktionen von 2,64 Milliarden auf 3,03 Milliarden Euro um mehr als zehn Prozent gestiegen.

„Im Gegensatz zu den Vorjahren stand 2025 allerdings keine Nutzungsart im besonderen Fokus der Investoren, sondern es gab ein breites Interesse an allen Kategorien und deren jeweiligen Investitionsvorteilen“, beobachtet Hoffmann. Zwar führen lebensmittelgeankerte Märkte das Feld an, jedoch reichen diesmal für die Spitzenposition schon 22 Prozent Anteil am Transaktionsvolumen. Fachmärkte ohne Lebensmittelanteil erzielen derweil 18 Prozent und Fachmarktzentren zwölf Prozent, sodass Fachmarktprodukte zusammengenommen auf 52 Prozent und somit knapp mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens kommen. Shoppingcenter erreichen mit 20 Prozent den zweiten Platz unter den einzelnen Nutzungsarten, während Geschäftshäuser und Warenhäuser gleichauf bei 14 Prozent liegen.



