KINGSTONE Real Estate: Pflegeimmobilienbetreiber stehen vor multiplen Herausforderungen
KINGSTONE Real Estate: Pflegeimmobilienbetreiber stehen vor multiplen Herausforderungen. Demografischer Wandel erhöht den Bedarf an Pflegeplätzen – gleichzeitig gerät das System durch die Grenzen der Angehörigenpflege unter Druck. Angebotserweiterung scheitert unter anderem am Fachkräftemangel und steigenden Betriebs- und Personalkosten, verschärft durch hohe Bürokratie. Neubau und Modernisierung sind ohne auskömmliche Refinanzierung schwer darstellbar; Investoren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Digitalisierung und KI entlasten Teams spürbar (Dokumentation, Dienstplanung) und werden zum Schlüssel für Effizienz und Qualität.
Der Pflegeimmobilienmarkt steht von zwei Seiten parallel unter Druck: Der demografische Wandel sorgt für wachsenden Bedarf, gleichzeitig wird die Betreiberlandschaft durch Fachkräftemangel, steigende Kosten und ein enges regulatorisches Korsett belastet. Im Webinar „Pflege im Wandel – Betreiber zwischen Wachstum und Wirklichkeit“ diskutierten Maximilian Radert, Head of Product Development & Research bei KINGSTONE Real Estate, Mathias Staudt, HealthCare Expert bei KINGSTONE Real Estate, und Christian Nitsche, Vorstandsvorsitzender bei DOMICIL Senioren-Residenzen, welche Strategien Wachstum ermöglichen.
Demografischer Rückenwind – aber fragile Versorgungssäule
Rund 5,7 Millionen Pflegebedürftige beziehen Leistungen. Die Mehrheit wird ambulant oder durch Angehörige versorgt. Nur ein kleinerer Teil lebt vollstationär. „Das System wird durch die pflegenden Angehörigen getragen. Die entscheidende Frage ist, was passiert, wenn die Pflegebedürftigen nicht mehr zu Hause versorgt werden können. Dann gerät die Versorgung massiv ins Wanken“, so Christian Nitsche. Maximilian Radert hob in dem Zusammenhang hervor, dass die älter werdende Bevölkerung längst nicht nur ein soziales Thema sei, sondern „zum Systemrisiko“ werden könne – und damit eine gesamtgesellschaftliche Priorität verlange. Bei der Erweiterung des Angebots sind Betreiber nach Einschätzung von Nitsche weniger durch Nachfrage als durch Ressourcen limitiert: „Das Nadelöhr ist ausschließlich der Fachkräftemangel.“ Dieser betreffe zunehmend auch Servicebereiche wie Küche oder Reinigung. Um Kapazitäten zu sichern, brauche es pragmatischere Vorgaben und weniger Bürokratie – ohne Qualitätsanspruch am Menschen zu verlieren.






