Der deutsche Logistikimmobilienmarkt befindet sich in einer Übergangsphase: Während die Bautätigkeit zurückgeht, zeigen sich auf der Nutzerseite erste Anzeichen einer Belebung. Die Entwicklung fällt regional unterschiedlich aus. Zugleich bleiben Projektentwicklung, Finanzierung und Investment selektiv. Das sind zentrale Ergebnisse der Kurzstudie „Logistik und Immobilien 2026“ von bulwiengesa.
„Der Logistikimmobilienmarkt bewegt sich 2026 zwischen rückläufiger Bautätigkeit und regional wieder anziehender Nachfrage. Von einer breiten Erholung kann noch keine Rede sein. Umso wichtiger sind Standorte und Projekte mit einer belastbaren Nutzernachfrage und zukunftsfähiger Qualität“, sagt Alexander Fieback, Teamlead Büro- und Gewerbeimmobilien bei bulwiengesa.
Nach rund 4,5 Mio. qm fertiggestellter Logistikfläche im Jahr 2025 wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 1,84 Mio. qm fertiggestellt. Für das Gesamtjahr zeichnet sich damit ein erneuter Rückgang ab. Gründe sind unter anderem eine zeitliche Streckung von Projekten und selektivere Projektstarts.
Auf dem Vermietungsmarkt zeigen sich regional erste Belebungstendenzen. Nach dem ersten Halbjahr 2026 verzeichnete Düsseldorf mit rund 268.000 qm den höchsten Flächenumsatz, gefolgt von Hamburg mit rund 233.000 qm und Köln mit rund 182.000 qm. Düsseldorf übertraf damit bereits nach sechs Monaten das Flächenumsatzvolumen des gesamten Vorjahres. Eine flächendeckende Erholung lässt sich angesichts der Unterschiede zwischen den Regionen jedoch noch nicht feststellen.
Die Mieten haben sich auf hohem Niveau weitgehend stabilisiert. In den A-Standorten einschließlich Rhein-Ruhr lag die gemittelte Spitzenmiete im ersten Halbjahr 2026 weiterhin bei rund 8,90 Euro/qm. Die gemittelte Spitzenrendite stieg im selben Zeitraum leicht von 4,6 auf 4,7 Prozent. Das Investmentgeschehen konzentriert sich weiterhin auf hochwertige Standorte und Objekte mit belastbarer Vermietungsperspektive.




