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Mit Kapitalstärke und kommunalem Rückhalt – EGC-Tochterunternehmen BayWa Energie Dienstleistungs GmbH startet klimafreundliches Nahwärmenetz in Falkenstein

In der Marktgemeinde Falkenstein beginnt der Bau eines neuen, klimafreundlichen Nahwärmenetzes. Verantwortlich für Planung, Bau und späteren Betrieb ist die BayWa Energie Dienstleistungs GmbH (EDL). Das Unternehmen gehörte viele Jahre zur BayWa AG und wurde Ende 2025 im Zuge der strategischen Neuaufstellung des Konzerns an den Düsseldorfer Energiedienstleister EGC verkauft.

Mit der Integration von EDL stärkt EGC seine Rolle als bundesweit tätiger Dekarbonisierungspartner der Immobilienwirtschaft und baut zugleich seine Präsenz im süddeutschen Raum aus. Das Projekt in Falkenstein ist eines der ersten Beispiele dafür, wie die neue Eigentümerstruktur zusätzliche Investitionskraft für kommunale Wärmelösungen mobilisiert.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie die Wärmewende vor Ort gelingen kann: mit der Investitionskraft starker Energiepartner, dem politischen Willen und der Weitsicht der Kommune sowie gezielter Förderung durch den Bund.

Im Zentrum des neuen Wärmesystems stehen zwei Biomassekessel auf Hackschnitzelbasis mit jeweils 450 Kilowatt Leistung. Die Anlage wird vollständig regenerativ betrieben – bewusst ohne fossile Spitzenlastkessel. Ergänzend wird die bestehende Wärmeproduktion eines lokalen Forstbetriebs, der Fries Strom- und Wärme GbR, in das Netz integriert. Der Betrieb nutzt bereits einen Holzvergaser sowie einen weiteren Biomassekessel.

In der ersten Ausbaustufe werden mehr als 20 Gebäude an das neue Wärmenetz angeschlossen. Darunter Privathaushalte, Gewerbebetriebe sowie zentrale kommunale Einrichtungen wie Schule und Rathaus. Diese profitieren von der Preisstabilität der regionalen Biomasse.

Eine moderne Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sorgt für einen effizienten Betrieb der Anlage. Über ein intelligentes Leitsystem werden Wärmeerzeugung und -verteilung kontinuierlich an den tatsächlichen Bedarf angepasst.

Der Baustart erfolgt im März 2026, die Hauptarbeiten sollen bis Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein. Erste Wärmelieferungen sind noch im Laufe des Jahres geplant.

„Für Falkenstein ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen und regional verankerten Energieversorgung“, betont Heike Fries, 1. Bürgermeisterin der Marktgemeinde Falkenstein. „Die Nutzung regionaler Biomasse stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die lokale Wertschöpfung. Wir freuen uns als Kommune, mit dem Team der EDL einen zuverlässigen und kompetenten Partner an der Seite zu haben.“

„Neue klimafreundliche Nahwärmenetze sind ein zentraler Baustein der Energiewende – gleichzeitig erfordern sie langfristige Investitionen und starke Partnerschaften“, ergänzt Dr. Carsten Schaefer von der EDL. „Mit der neuen Eigentümerstruktur und der EGC als starkem Partner im Hintergrund verfügen wir über die wirtschaftliche Stärke, um Projekte wie in Falkenstein langfristig zu entwickeln und umzusetzen.“

Mit der Integration von EDL stärkt EGC seine Rolle als bundesweit tätiger Dekarbonisierungspartner der Immobilienwirtschaft. Das Unternehmen erweitert damit sein Technologieportfolio im Bereich Biomasse und baut seine Aktivitäten im kommunalen Wärmemarkt weiter aus.

„Die Wärmewende braucht Investitionen, technologische Vielfalt und langfristige Partnerschaften. Mit EDL stärken wir gezielt unsere Kompetenz im Bereich Biomasse und bauen unser Angebot für klimafreundliche Wärmelösungen weiter aus“, sagt Jean-Marc Bazenet, Geschäftsführer der EGC-Gruppe. „Projekte wie in Falkenstein zeigen, dass sich nachhaltige Energieversorgung und regionale Wertschöpfung erfolgreich verbinden lassen. Hierfür stehen wir gern als verlässlicher Partner der Kommunen und Stadtwerke in Bayern bereit.“

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW).

Das Nahwärmeprojekt steht beispielhaft für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende auf kommunaler Ebene: Mit kapitalstarken Partnern im Hintergrund, politischer Unterstützung vor Ort und gezielter Förderung durch den Bund entsteht eine nachhaltige Wärmeinfrastruktur, die langfristig Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung verbindet.

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