BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Büromarktzahlen für das 1. Quartal 2026
Der Leipziger Büromarkt verzeichnete einen verhaltenen Jahresstart 2026: Im ersten Quartal belief sich der Flächenumsatz auf lediglich 15.000 m², was gegenüber dem Vorjahresquartal beinahe einer Punktlandung entspricht (-6 %). Der zehnjährige Mittelwert von 22.000 m² wurde nicht erreicht. Die in früheren Quartalen beobachtete hohe Widerstandsfähigkeit des Leipziger Marktes und die vergleichsweise wenig ausgeprägten Reaktionen auf konjunkturelle Schwankungen lassen sich aktuell nicht feststellen. Die schwächelnde Wirtschaft sowie makro- und geopolitische Risiken wirken sich dämpfend auf die Anmietungstätigkeit aus. Besonders im Segment der mittelgroßen Mietabschlüsse präsentiert sich der Markt zu Jahresbeginn ausgesprochen schwach. So konnten bis Ende März noch keine Verträge von Flächen zwischen 1.000 und 5.000 m² registriert werden. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Insgesamt entfallen rund 61 % des Ergebnisses auf Abschlüsse bis 500 m². Betrachtet man die Anzahl der abgeschlossenen Verträge liegt ihr Anteil sogar bei 93 %. Diese kleinteilige Struktur prägt das Marktgeschehen und stellt eine solide Nachfragebasis für die Messestadt dar. Zudem konnte bereits in Q1 ein Vertrag über 5.000 m² unterzeichnet werden. Dabei handelt es sich um die Anmietung von 5.200 m² durch die öffentliche Hand in Leipzig West", erläutert Stefan Sachse, Geschäftsführer und Leipziger Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH. Die Spitzenmiete notiert gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 21 €/m². Sie wird weiterhin für Premiumflächen in Citylagen erzielt. Die Durchschnittsmiete liegt seit Dezember 2025 stabil bei 13,50 €/m².
Branchenstruktur bislang noch nicht aussagekräftig
In der Regel stellt die Branchenverteilung nach den ersten drei Monaten eines Jahres vielmehr eine Momentaufnahme dar, als dass sie ein für den Markt typisches Bild aufzeigt. So auch in diesem Jahr. Aufgrund des Großabschlusses der öffentlichen Hand wird das Marktgeschehen klar von dieser dominiert. Sie ist für überdurchschnittliche 63 % des Ergebnisses verantwortlich. Weitere 31 % steuern Dienstleistungsunternehmen bei, die eine Vielzahl kleinerer Abschlüsse auf sich vereinen.



