- 2,78 Mio. m² Flächenumsatz, plus 21 % gegenüber 2024
- Ruhrgebiet mit 603.200 m² größter Teilmarkt
- München mit 13,50 €/m² am teuersten
- Mietverträge dominierten mit 94 % Marktanteil
- Big-Box-Flächen kamen auf 1,62 Mio. m²
Die REALOGIS Unternehmensgruppe, Deutschlands führendes Beratungsunternehmen für Industrie- und Logistikimmobilien sowie Gewerbegrundstücke, hat für das Gesamtjahr 2025 an den vom Unternehmen definierten Top-8-Standorten einen Flächenumsatz von rund 2,78 Mio. m² registriert. Gegenüber 2024 entsprach das einem Plus von 21 % und damit der Trendwende nach drei rückläufigen Jahren. Im Vorjahr wurde der niedrigste Wert seit 2014 verzeichnet. Zu den untersuchten Märkten gehören Berlin, Düsseldorf, Köln, das Ruhrgebiet, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.
Mietpreise: München deutlich vorn, Durchschnittsmieten stabilisierten sich
Bei den Mieten zeigte sich ein uneinheitliches Bild. München setzte sich mit einer Spitzenmiete von 13,50 €/m² an die Spitze und verzeichnete zugleich den stärksten Anstieg um 23 % bzw. 2,50 €/m² gegenüber 2024. Berlin folgte mit 10,50 €/m² (Ende 2024: 9,90 €/m²). Frankfurt und Stuttgart teilten sich mit jeweils 8,50 €/m² Rang drei, wobei Frankfurt zulegte und Stuttgart auf Vorjahresniveau blieb. Dasselbe galt mit 8,25 €/m² respektive 8,00 €/m² für die Mietniveaus in Düsseldorf und Köln. In Hamburg konnten die Spitzenmieten im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 5 ct/m² auf 8,30 €/m² zulegen. Am günstigsten blieb das Ruhrgebiet mit 7,75 €/m².
Bei den Durchschnittsmieten (ohne Frankfurt) gab es im Jahr 2025 im Mittel einen Anstieg um 2 % im Vergleich zu Ende 2024. In München betrugen sie 9,00 €/m² und in Berlin 8,10 €/m². Stuttgart und Düsseldorf erreichten jeweils 7,00 €/m², Köln 6,85 €/m² und das Ruhrgebiet: 6,50 €/m². In Hamburg blieb der Mietpreis mit 6,40 €/m² am geringsten.
Flächenumsatz: Abwärtstrend endete, Ruhrgebiet trug den größten Anteil
Nach drei Jahren rückläufiger Ergebnisse stieg der Flächenumsatz an den Top-8-Standorten 2025 wieder spürbar. Die kräftigsten prozentualen Zuwächse verzeichneten das Ruhrgebiet und Berlin.
Den größten Beitrag zum Jahresergebnis lieferte mit 603.200 m² und einem Marktanteil von 22 % das Ruhrgebiet. Es folgte Frankfurt mit 435.200 m² vor Berlin mit 433.000 m².
Im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt erreichten oder übertrafen München, Ruhrgebiet und Düsseldorf als einzige Regionen ihren Referenzwert. München lag deutlich über dem Schnitt, das Ruhrgebiet ebenfalls, während Düsseldorf seinen Durchschnittswert erreichte. Stuttgart blieb am stärksten zurück.
Vertragsarten: Mietverträge blieben bestimmend, Eigennutzer spielten eine Nebenrolle
Der Flächenumsatz entfiel 2025 nahezu vollständig auf Mietabschlüsse. 94 % beziehungsweise. 2,61 Mio. m² gingen auf Mieter zurück. Eigennutzer kamen auf 6 % respektive 174.400 m². Im Vergleich zu 2024 blieb die Struktur damit nahezu unverändert.
Objekttypen: Big-Box-Flächen legten deutlich zu, Gewerbeparks gaben nach
Big-Box-Abschlüsse prägten das Marktgeschehen und erreichten 2025 einen Flächenumsatz von 1,62 Mio. m² bzw. 58 % Anteil. Damit verzeichnete dieses Segment den größten Zuwachs.
Flächen in Objekten außerhalb der Kategorien Big-Box und Gewerbeparks kamen auf 758.900 m² bzw. 27 %. Gewerbeparks bildeten mit 408.700 m² bzw. 15 % das Schlusslicht und waren die einzige rückläufige Kategorie. Insgesamt wurde der Rückgang in den Gewerbeparks durch die Zuwächse bei Big-Box und sonstigen Objekten mehr als kompensiert.
Nutzergruppen: Logistik/Spedition deutlich vorn, Handel auf Rang zwei
Größte Flächenabnehmer waren 2025 Unternehmen aus Logistik/Spedition. Sie vereinten rund 1,33 Mio. m² bzw. 48 % des Umsatzes auf sich und lösten damit den Handel als Vorjahresspitzenreiter ab. Zudem übertraf diese Nutzergruppe als einzige den 5-Jahresdurchschnitt.
Der Handel folgte mit 757.300 m² respektive 27 % Anteil am Marktumsatz. Dabei dominierte der klassische Handel mit 492.600 m² beziehungsweise 65 % Umsatzanteil. (2024: 460.400 m² / 53 %). Auf Anmietungen durch E-Commerce-Unternehmen entfielen 264.700 m² beziehungsweise 35 % des Umsatzes in diesem Segment (2024: 401.500 m² / 47 %).
Industrie/Produktion rangierte mit 498.400 m² bzw. 18 % auf Rang drei und legte moderat zu. Sonstige Branchen kamen auf 203.000 m² bzw. 7 %.
Größenklassen: Großflächen dominierten, Flächen ab 5.001 m² gewannen an Bedeutung
Großflächen ab 10.001 m² blieben das dominante Segment und erreichten 1,54 Mio. m² bzw. 55 % Marktanteil. Flächen von 5.001 bis 10.000 m² folgten mit 475.000 m² bzw. 17 %. Zusammengenommen entfiel damit knapp drei Viertel des Umsatzes auf Flächen ab 5.001 m².
Flächen zwischen 3.001 und 5.000 m² sowie zwischen 1.000 und 3.000 m² gingen leicht zurück. Kleinstflächen unter 1.000 m² bildeten erneut die kleinste Kategorie und verzeichneten den deutlichsten Rückgang.