ArticleNews

Rohrer Immobilien: Neues Energiekonzept steigert Mieterträge um 16 Prozent / Vermarktungsauftrag für 130 Wohnungen

Die Immobilienwirtschaft muss neue Wege gehen, um unter veränderten Marktbedingungen wieder wirtschaftlich erfolgreich zu entwickeln und zu investieren. Wie das gelingen kann, zeigt ein neuer Vermarktungsauftrag von Rohrer Immobilien. Im Rahmen der Expo Real hat das Unternehmen den Auftrag erhalten, eine Wohnanlage mit 130 Wohnungen in einer bayerischen Universitätsstadt zu veräußern.

Das von einem Projektentwickler und Bauträger entwickelte Objekt setzt auf ein weitgehend energieautarkes Gebäudekonzept nach Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld und ein innovatives Pauschalmietmodell. Durch die Verbindung von Energieautarkie, vereinfachter Gebäudetechnik und modularer Bauweise wird eine Nettoanfangsrendite von rund vier Prozent erzielt. Das Besondere daran ist, dass das Energiekonzept nach Angaben des Projektentwicklers eine um rund 16 Prozent beziehungsweise 2,50 Euro pro Quadratmeter höhere erzielbare Kaltmiete ermöglicht. Gleichzeitig profitieren die Bewohner von einem Pauschalmietmodell, das die Wohn- und Energiekosten besser kalkulierbar macht, ohne die Mieter zusätzlich zu belasten.

„Die Immobilienwirtschaft hat lange darauf gewartet, dass sinkende Zinsen und steigende Preise die alten Geschäftsmodelle wieder rentabel machen. Doch darauf können wir uns nicht verlassen. Wir müssen Immobilien neu denken und ihre Wirtschaftlichkeit durch intelligente Konzepte verbessern“, so Sven Keussen, geschäftsführender Gesellschafter von Rohrer Immobilien. „Genau das zeigt dieses Projekt: Energieautarkie ist nicht nur ein ökologischer Ansatz, sondern schafft einen messbaren wirtschaftlichen Mehrwert. Eine um 16 Prozent höhere Kaltmiete und rund vier Prozent Nettoanfangsrendite sind Argumente, die auch bei Investoren in dieser guten Lage für Aufmerksamkeit sorgen.“

Energie wird Teil des Geschäftsmodells

Grundlage des Projekts ist das von Leukefeld entwickelte Konzept weitgehend energieautarker Gebäude. Statt Energie ausschließlich extern zu beziehen, erzeugen und speichern die Gebäude einen großen Teil ihres Energiebedarfs selbst. Gleichzeitig wird die Gebäudetechnik bewusst radikal vereinfacht und nahezu wartungsfrei. In Verbindung mit einem Pauschalmietmodell verändert sich damit die wirtschaftliche Kalkulation der Immobilie. Während Energie bei klassischen Wohnimmobilien vor allem als Kostenfaktor betrachtet wird, wird sie bei diesem Ansatz zu einem Bestandteil des Ertragsmodells. Die größere Unabhängigkeit von externen Energieversorgern ermöglicht neue Mietmodelle und zusätzliche wirtschaftliche Spielräume. Für die Bewohner entsteht zugleich mehr Planungssicherheit bei den laufenden Wohnkosten.

Für die technische Ausgestaltung solcher All-Electric-Gebäudekonzepte steht 3lectrify als Partner an der Schnittstelle von Energieplanung und Gebäudetechnik. Das Unternehmen führt Photovoltaik, Batteriespeicher, elektrische Heiz- und Warmwassersysteme sowie intelligentes Energiemanagement zu einer aufeinander abgestimmten Gesamtlösung zusammen. Ziel ist eine möglichst einfache technische Infrastruktur, die Investitions- und Betriebskosten reduziert und zugleich die Voraussetzungen für das Pauschalmietmodell mit Energieflatrate schafft. So wird aus dem von Leukefeld entwickelten Ansatz ein wirtschaftlich nutzbares Gebäudekonzept.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die modulare Bauweise. Sie trägt dazu bei, Bauprozesse effizienter zu gestalten und die Herstellungskosten zu begrenzen. Erst das Zusammenspiel aus Bauweise, Energiekonzept und Vermietungsmodell ermöglicht die angestrebte Wirtschaftlichkeit bei den bereits 2.000 realisierten Wohneinheiten.

Von der Diskussion auf der Expo Real zum konkreten Auftrag

Rohrer Immobilien hatte das Thema Energieautarkie bereits auf der Expo Real gemeinsam mit Leukefeld in den Mittelpunkt gestellt. Unter dem Motto „Immobilien neu denken – Energieautarkie, Werthaltigkeit und neue Geschäftsmodelle“ diskutierte das Unternehmen mit Investoren und Projektentwicklern über neue Ansätze für wirtschaftlich tragfähige Immobilien.

Der nun erteilte Vermarktungsauftrag für 130 Wohnungen zeigt, dass diese Überlegungen bereits wiederholt in konkreten Projekten umgesetzt werden. „Die entscheidende Frage ist nicht mehr, wann die alte Immobilienwelt zurückkehrt, sondern mit welchen Lösungen wir unter den heutigen Bedingungen erfolgreich sein können“, betont Keussen. „Wir brauchen keine weiteren theoretischen Transformationsdebatten, sondern Geschäftsmodelle, die in der Praxis funktionieren. Das Projekt zeigt, dass sich Wirtschaftlichkeit, eine zukunftsfähige Energieversorgung und attraktive Wohnangebote miteinander verbinden lassen. Für uns ist das ein wichtiger Schritt, solche Konzepte gemeinsam mit Projektentwicklern und Investoren in den Markt zu bringen.“

Rohrer Immobilien sieht in der Verbindung von innovativen Energiekonzepten, neuen Mietmodellen und wirtschaftlicher Bauweise erhebliches Potenzial für die zukünftige Entwicklung und Vermarktung von Wohnimmobilien. Insbesondere für langfristig orientierte Investoren sind solche Projekte greifbare Alternativen zu konventionellen Neubaukonzepten, die strategisch betrachtet, noch sehr lange von externen Energielieferanten und deren Zulieferindustrie abhängig sind.

#Newsletter: Stay up to date!

Sign up for our newsletter and receive regular updates on the latest topics.

Register now