Stabiles erstes Halbjahr bei verhaltener Marktaktivität
Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Flächenumsatz an den Top‑6‑Büromärkten* 1,2 Mio. m². Damit lag das Ergebnis 6 % unter dem Vorjahreswert und 12 % unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Jan-Niklas Rotberg, Managing Director und Head of Office Agency Germany bei Savills, kommentiert: „Das erste Halbjahr zeigt an den Top‑6‑Büromärkten insgesamt ein stabiles Bild bei weiterhin verhaltener Marktaktivität. Zwischen den Städten gibt es deutliche Unterschiede: Berlin hatte ein starkes erstes Halbjahr und zeigt weiterhin eine hohe Marktdynamik, München entwickelt sich stabil. Beide Märkte profitieren von Anmietungen aus dem KI- und Technologiesegment sowie ihrer Anziehungskraft für internationale Nutzer. Köln und Düsseldorf dagegen verzeichneten ein schwächeres erstes Halbjahr – hier fehlen vergleichbare Wachstumsimpulse."
Unsicherheit und Kostendruck bremsen Nachfrage
Über alle Standorte hinweg dominieren wirtschaftliche Unsicherheit und Kostendruck als zentrale Treiber der Zurückhaltung. „Die Unsicherheit bei den Nutzern speist sich vor allem aus der geopolitischen Lage und der konjunkturellen Schwäche und bremst die Vermietungsaktivität spürbar aus. Hinzu kommt das Thema KI: Die Frage nach dem KI-bedingten künftigen Personalbedarf löst bei einigen Unternehmen Unsicherheiten bezüglich des Flächenbedarfs aus. Zudem wirken hybride Arbeitsmodelle weiterhin nachfragereduzierend, setzen zugleich aber Umzugsimpulse in Richtung höherer Qualität frei. Gefragt sind moderne, hochwertige Flächen – im Neubau ebenso wie im modernisierten Bestand", erläutert Antonia Wecke, Associate Research bei Savills.
Zwischen Qualitätsfokus und Kostendruck
Trotz Qualitätsfokus agieren Nutzer ausgesprochen preissensibel. „Wir sehen häufig eine Diskrepanz zwischen Qualitätsanspruch und Budgetvorstellung. Das hemmt Umzüge und Neuabschlüsse, verlängert Entscheidungsprozesse und führt zu intensiveren Verhandlungen. Auch bei Top-Produkten wird mitunter lange verhandelt. Gleichzeitig zeigen einzelne Spitzenabschlüsse, dass Nutzer für die richtige Fläche weiterhin außergewöhnlich hohe Mieten zahlen. Treiber für solche Flächenentscheidungen ist vor allem der Wettbewerb um Top-Arbeitskräfte. In der Folge steigen die Spitzenmieten weiter – während gleichzeitig die Leerstände zunehmen", so Rotberg. Die durchschnittliche Spitzenmiete der Top‑6‑Städte legte gegenüber dem Vorquartal um 1,6 % zu. Parallel dazu erhöhte sich die Leerstandsrate im Durchschnitt der Top‑6‑Städte um 20 Basispunkte auf 8,9 %.





