Quarterly Report

Savills untersucht Bürovermietungsmarkt in Berlin: Großabschlüsse stützen Umsatz – Flächenqualität im Fokus

Foto von Bohdan Stocek auf Unsplash

Savills hat den Berliner Bürovermietungsmarkt im ersten Quartal 2026 untersucht und kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Flächenumsatz von 159.100 m² (+45,2 % ggü. Vorjahr)
  • Spitzenmiete erreicht 48,80 EUR/m² (+1,7 % ggü. Vorquartal)
  • Ausblick: Flächenumsatz leicht über Vorjahresniveau erwartet

Im 1. Quartal 2026 betrug der Flächenumsatz am Berliner Bürovermietungsmarkt 159.100 m². Dies entspricht einem Zuwachs von 45 % gegenüber dem Wert des Vorjahres. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz rund 14 % darunter.

Die Leerstandsquote stieg im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 80 Basispunkte auf 8,7 %. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Quote um 190 Basispunkte. Die Spitzenmiete lag bei 48,80 EUR/m² und stieg damit gegenüber dem Vorquartal um 1,7 % sowie gegenüber dem Vorjahreswert um 9,1 %. Die Medianmiete belief sich auf 23,50 EUR/m² und blieb damit gegenüber dem Vorquartal stabil, lag jedoch 6,0 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Karina Sauer, Director und Teamleader Office Agency bei Savills in Berlin, kommentiert: „Der Berliner Bürovermietungsmarkt zeigt aktuell mehr Aktivität. Besonders einige Großabschlüsse ab 5.000 Quadratmetern haben den Flächenumsatz gestützt und zu einem positiven Jahresstart beigetragen. Gleichzeitig entstehen viele Abschlüsse weiterhin im kleinteiligen Segment. Denn Unternehmen hinterfragen ihre Flächennutzung deutlich granularer, priorisieren Qualität, Lage und ESG-Konformität und nehmen dafür bewusst kleinere, dafür funktional bessere Flächen in Kauf. Gleichzeitig wächst das Angebot spürbar. Neben einer umfangreichen Pipeline mit vergleichsweise niedriger Vorvermietung sind Untermietflächen auf dem Markt, was die Auswahl erhöht, aber die Passung nicht automatisch verbessert. Ein erheblicher Teil der verfügbaren Flächen fällt aus Nutzersicht weiterhin durch das Raster, sei es aufgrund technischer Defizite, unflexibler Grundrisse oder zu geringer Ausstattungsqualität. Das verlängert Entscheidungsprozesse und verschiebt viele Gesuche in die nächste Phase. Vertragsverlängerungen sind vor diesem Hintergrund ein bewusst eingesetztes Steuerungselement, um Zeit zu gewinnen, Ausbaukostenzuschüsse zu verhandeln und Optionen offen zu halten. Im weiteren Jahresverlauf dürften einige Unternehmen dennoch in Bewegung kommen, weil Verlängerungen nicht alle Anforderungen lösen können. Entsprechend sind mehrere größere Gesuche im Markt, die bei passenden Angeboten zum Abschluss kommen könnten.“

Für 2026 erwartet Savills einen Flächenumsatz leicht über Vorjahresniveau, während die Spitzenmieten aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen voraussichtlich steigen dürften.

Bürovermietungsmarkt in München (Bildquelle: Savills)
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Ergänzende Grafiken und Daten finden Sie zudem in unserem Online-Dashboard zu den Top-6-Büromärkten

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