Analysis Quarterly Report

Wohnungen           teurer,           Häuser           auch:          Düsseldorfs Premiumimmobilienmarkt zeigt Aufwärtstendenz

Antonio Glavas, Geschäftsführer des Düsseldorfer Standorts von DAHLER, im Porträt
Antonio Glavas, Geschäftsführer des Düsseldorfer Standorts von DAHLER. Bildquelle: DAHLER

Die Preise für Premiumimmobilien sind in Düsseldorf im ersten Quartal 2026 gestiegen. Während der Medianpreis für Wohnungen im Vergleich zu Q1-2025 um 3,2 Prozent auf 9.062 Euro pro Quadratmeter zulegte, betrug das Wachstum bei den Häusern 2,6 Prozent (Medianpreis: 11.130 Euro pro Quadratmeter). Das ist ein zentrales Ergebnis der neuesten Analyse des Premiumimmobilienmaklers DAHLER, der die Entwicklung des Markts anhand der Daten von ImmoScout24 unter die Lupe genommen hat. Für die Analyse wurden die teuersten zehn Prozent der auf ImmoScout24 inserierten Angebote im ersten Quartal 2026 betrachtet. Die Startwerte für die oberen zehn Prozent lagen auf dem Wohnungsmarkt in Düsseldorf bei 7.713 Euro pro Quadratmeter, auf dem Häusermarkt bei 8.450 Euro pro Quadratmeter.

Premiumwohnungen: Preise klettern, Nachfrageanstieg so stark wie in keiner anderen Top-7-Stadt

Im Top-7-Vergleich hinsichtlich der Preisentwicklung wurde Düsseldorf im ersten Quartal 2026 lediglich von Stuttgart übertroffen: Hier betrug der Anstieg des Medianpreises sogar 10,0 Prozent; in den anderen fünf Städten blieb der Preis gleich (Hamburg) oder ging sogar nach unten (Berlin, München, Frankfurt, Köln).

Balkendiagramm zur Entwicklung der Median-Angebotspreise für Premiumwohnungen in den sieben größten deutschen Städten im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Vergleich der Preisentwicklung für Premiumwohnungen in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Stuttgart laut DAHLER-Analyse. Bildquelle: DAHLER.

Für die Ermittlung der Nachfrage wurde in der DAHLER-Analyse jeweils die Entwicklung der durch ImmoScout24 registrierten Interessentenanfragen herangezogen. Mit einem Nachfrageanstieg um 42 Prozent nimmt Düsseldorf im Ranking der Top-7-Städte den Spitzenplatz ein. Zum Vergleich: Auf Rang zwei liegt Frankfurt am Main mit einem Wert von plus 31 Prozent, München und Stuttgart sind die beiden einzigen Top-7-Städte, in denen sich die Nachfrage negativ entwickelte.

Balkendiagramm zeigt die prozentuale Veränderung der Premium-Eigentumswohnungsnachfrage in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Stuttgart im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Veränderung der Nachfrage nach Premium-Eigentumswohnungen in den sieben größten deutschen Städten. Bildquelle: DAHLER.

Das Wachstum des Median-Angebotspreises für Premiumwohnungen in Düsseldorf hat sich weiter fortgesetzt: Nachdem es von Q1-2023 zu Q1-2024 0,3 Prozent und von Q1-2024 zu Q1-2025 8,2 Prozent betrug, verzeichnete Düsseldorf jetzt einen Anstieg um 3,2 Prozent. Auffällig ist, dass im Bezirk 1, der die Stadtteile Altstadt, Carlstadt, Derendorf, Golzheim, Pempelfort und Stadtmitte umfasst, die Entwicklung gegenläufig ist: Hier ging der Medianpreis von Q1-2025 zu Q1-2026 um 7,9 Prozent nach unten und lag zuletzt bei 8.856 Euro pro Quadratmeter.

Das Angebot an Premiumwohnungen in Düsseldorf wächst derweil weiter: 14,1 Prozent betrug die Wachstumsrate von Q1-2025 zu Q1-2026. Von Q1-2023 zu Q1-2024 hatte sie bei 8,6 Prozent gelegen, ein Jahr später bei 23,8 Prozent.

Die Zahlen zum Düsseldorfer Premiumimmobilienmarkt ordnet Antonio Glavas, Geschäftsführer DAHLER Düsseldorf, wie folgt ein: „Die Kombination aus steigender Nachfrage, steigendem Angebot und steigenden Preisen deutet auf einen wieder aktiveren Markt hin. Düsseldorf profitiert weiterhin von einer hohen Kaufkraft und einer konstanten Nachfrage nach hochwertigen Lagen innerhalb der Stadt.

Bezirk 1 festigt aus meiner Sicht seine Position als einer der gefragtesten Premiumstandorte, wobei wir beobachten, dass sich die Preise zunehmend angleichen. Wurden früher beispielsweise in Oberkassel und Carlstadt auch mal Preise von 13.000 bis 14.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt, werden jetzt nur noch in Ausnahmefällen Preise über 10.000 Euro pro Quadratmeter erzielt; selbst Top-Innenstadtlagen nähern sich dieser Obergrenze an. Der Grund dafür, dass sich die Preise etwas nivellieren, liegt aus meiner Sicht vor allem im steigenden Angebot.“

Premiumhäuser: Größer werdendes Angebot, stärkere Nachfrage – und auch die Preise steigen

Beim Vergleich der Top-7-Städte zeigt sich, dass der Medianpreis für Premiumhäuser lediglich in zwei Städten gestiegen ist – neben Berlin (plus 11,8 Prozent im Vergleich zu Q1-2025) auch in Düsseldorf. In der Rheinmetropole setzt sich somit das Wachstum, das von Q1-2024 zu Q1-2025 bereits 8,5 Prozent betragen hatte, fort.

Das Angebot an Premiumhäusern ist in Düsseldorf im Jahresvergleich um 22,2 Prozent gewachsen, die Nachfrage ging um 14 Prozent nach oben.

Balkendiagramm zeigt Veränderung der Nachfrage nach Premium-Einfamilienhäusern im Vorjahresvergleich in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf.
Nachfrage nach Premium-Einfamilienhäusern im Vorjahresvergleich in sechs deutschen Großstädten laut DAHLER-Analyse. Bildquelle: DAHLER

„Ich nehme aktuell eine höhere Verkaufsbereitschaft der Eigentümer wahr, was sich in dem wachsenden Angebot widerspiegelt“, sagt Antonio Glavas. „Gleichzeitig bleibt das Angebot an hochwertigen Häusern grundsätzlich begrenzt, weswegen die Preise stabil bleiben oder eben leicht steigen.“

Düsseldorfs Premiumimmobilienmarkt stabilisiert sich

„Obwohl das Angebot sowohl bei Wohnungen als auch bei Häusern größer geworden ist, sind die Preise nicht gesunken“, fasst Glavas das Geschehen auf dem Düsseldorfer Premiumimmobilienmarkt zusammen. „Das spricht für eine positive Entwicklung. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sich der Markt weiter stabilisiert und Käufer und Verkäufer wieder häufiger zusammenfinden.“

„Wer heute kauft, tut das bewusster als in den Niedrigzinsjahren“

Laut Björn Dahler, Gründer und Geschäftsführer des Premiumimmobilienmaklers DAHLER, wird die von der Europäischen Zentralbank vorgenommene Leitzinserhöhung dazu führen, dass Käuferinnen und Käufer im deutschen Premiumimmobilienmarkt noch selektiver entscheiden. „Käuferinnen und Käufer werden noch genauer hinschauen: auf Lage, Objektqualität, energetischen Zustand, Preis und langfristige Werthaltigkeit“, so Dahler. „Tatsache ist: Wer heute kauft, tut das bewusster als in den Niedrigzinsjahren. Gleichzeitig bleibt das Premiumsegment vergleichsweise widerstandsfähig, weil viele Käufer über hohe Eigenkapitalquoten verfügen und ihre Kaufentscheidung nicht ausschließlich an der Finanzierungsbelastung ausrichten müssen. Die aktuelle Zinsentscheidung dürfte deshalb nicht pauschal Nachfrage aus dem Markt nehmen, sondern eher die Spreizung verstärken: Sehr gute Immobilien in sehr guten Lagen bleiben begehrt, während bei weniger herausragenden Objekten Lage, Qualität und Preis noch genauer zusammenpassen müssen.“

Der Düsseldorfer Premiumwohnungsmarkt Q1-2026 zu Q1-2025 im Überblick:

  • Das Angebot an inserierten Premiumwohnungen ist um 14,1 Prozent
  • Der Median-Angebotspreis lag im ersten Quartal 2026 bei 062 €/m² und hat sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,2 % erhöht.
  • Die durchschnittliche Anzahl der Interessentenanfragen pro Angebot ist um 42 Prozent

Der Düsseldorfer Premiumhäusermarkt Q1-2026 zu Q1-2025 im Überblick:

  • Das Angebot an inserierten Premiumhäusern ist um 22,2 Prozent
  • Der Median-Angebotspreis lag im ersten Quartal bei 130 €/m² und ist damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,6 Prozent gestiegen.
  • Die Nachfrage nach Premiumhäusern in Düsseldorf ist um 14 Prozent nach oben

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