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„Der höhere Zins und die geopolitischen Unsicherheiten könnten dazu beitragen, dass sich die Stimmung in der Immobilienwirtschaft weiter eintrübt.“

Ulrich Creydt, Steuerberater und Geschäftsführer der Ypsilon Group (Bildquelle: Ypsilon)
Ulrich Creydt (GF Ypsilon Group) Copyright: Ypsilon Group

Ulrich Creydt, Steuerberater und Geschäftsführer, Ypsilon Group

„Die Erhöhung des Zinssatzes durch die EZB ist nachvollziehbar. Die steigenden Energiepreise infolge der geopolitischen Krisen ließen die Preise nicht nur für Benzin und Heizöl, sondern auch für Konsumprodukte und Baumaterialien wie Zement, Stahl etc. steigen. Dieser Entwicklung konnte sich die EZB nicht verschließen. Der höhere Zins und die geopolitischen Unsicherheiten könnten dazu beitragen, dass sich die Stimmung in der Immobilienwirtschaft weiter eintrübt. Für Entwickler und Investoren verschlechtert sich die Finanzierung, die Zahl der Deals wird sinken.  Die unsichere Lage und die Furcht vor einer wachsenden Inflation wirken sich auch auf das Verbraucherverhalten aus: Viele werden den Kauf von Wohneigentum hinauszögern. Das wiederum zementiert den „Lock-in“-Effekt, dass also mehr Menschen in ihren Mietwohnungen bleiben, anstatt Eigentum zu erwerben. Zu einer Entspannung des Mietwohnungsmarkts wird dies in nächster Zeit sicherlich nicht führen.“

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