Dr.-Ing. Johannes Fütterer, CEO der aedifion GmbH
„Die von der Bundesregierung vorgestellten Eckpunkte zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz stehen in klarem Widerspruch zur zugrunde liegenden EU-Gebäuderichtlinie (EPBD). Besonders kritisch sehen wir die bestehenden Unklarheiten hinsichtlich der Energiemanagementanforderungen gemäß § 71a GEG. Diese sind in der EU-Richtlinie aus guten Gründen ausdrücklich gefordert, stehen laut aktuellen Informationen jedoch auf der Streichliste der Bundesregierung.
Die drastische Absenkung der Anforderungen an bestehende und neu eingebaute Heizungen sowie die vorgeschlagene Grüngas-Quote kosten außerdem wertvolle Zeit bei der Energiewende und zementieren Deutschlands Abhängigkeit von teuren und riskanten Energieimporten. Ohne ein klares Bekenntnis zu erprobten Technologien wie Wärmepumpen, Gebäudeautomation und fossilfreiem Heizen schwächt das Gesamtpaket die Wärmewende und gefährdet die dringend benötigte Investitionssicherheit am Markt.“