Von Annika Steiner MRICS, Partner und Managing Director bei Wüest Partner
Sie zeigt, dass die Notenbank den jüngsten Inflationsanstieg ernst nimmt und frühzeitig reagiert. Von einer Rückkehr zur aggressiven Zinspolitik der Jahre 2022 und 2023 würde ich aktuell aber noch nicht sprechen.
Für den Immobilienmarkt wird entscheidend sein, wie stark sich dieser Schritt tatsächlich auf die Finanzierungsbedingungen auswirkt. Denn am Ende sind nicht nur die Leitzinsen relevant, sondern auch die Erwartungen der Kapitalmärkte.
Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich derzeit in einer Phase vorsichtiger Stabilisierung. Erste Preis- und Transaktionssignale zeigen in die richtige Richtung, gleichzeitig bleibt das Umfeld sensibel gegenüber steigenden Finanzierungskosten.
Besonders betroffen sind erneut Neubauprojekte und stark fremdfinanzierte Investments. Am Nutzermarkt dürften die Auswirkungen dagegen begrenzt bleiben. Wohnraum ist weiterhin knapp, die Nachfrage hoch und die Neubautätigkeit zu gering, um den Nachfrageüberhang kurzfristig aufzulösen.