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„Die Zinserhöhung wird sich voraussichtlich negativ auf den Immobilienmarkt auswirken“

Porträt von Ulrich Creydt, Steuerberater und Geschäftsführer der Ypsilon Steuerberatungsgesellschaft.
Ulrich Creydt, Steuerberater und Geschäftsführer der Ypsilon Steuerberatungsgesellschaft. Bildquelle: Ypsilon Group

Statement zum heutigen EZB-Zinsentscheid

Ulrich Creydt, Steuerberater und Geschäftsführer, Ypsilon Steuerberatungsgesellschaft

„Die Erhöhung des Zinssatzes durch die EZB um 25 Basispunkte ist nachvollziehbar, denn die Inflation lag im Euroraum im August bei 3,3 Prozent. In Deutschland lag sie geringfügig darunter, bei 2,9 Prozent. Der größte Inflationstreiber waren die Energiepreise. Diese Entwicklung, die im August zusätzlich durch das Niedrigwasser in vielen europäischen Flüssen verstärkt wurde, konnte die EZB, die ein Inflationsziel von 2 Prozent verfolgt, nicht außer Acht lassen: Auf dem Rhein konnten beispielsweise weniger Kraftstoffe transportiert werden und in Frankreich mussten sogar Atomkraftwerke ihre Produktion drosseln, weil benachbarte Flüsse zu wenig Wasser zum Kühlen aufwiesen. Damit zeigt sich, dass auch das Klima Auswirkungen auf den Leitzins hat.

Die Zinserhöhung wird sich voraussichtlich negativ auf den Immobilienmarkt auswirken. Die Zinsen für Darlehen könnten steigen und Anschlussfinanzierungen erschwert werden. Das und die eingetrübte Wirtschaftslage dürfte dafür sorgen, dass Verbraucher den Kauf von Wohneigentum verschieben: Denn bereits minimale Zinsänderungen erschweren die Finanzierbarkeit der eigenen vier Wände deutlich.“

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