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Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung in Deutschland erstmals möglich: VREY sichert sich 3,3 Mio. € Seed-Finanzierung

Cedric Jaeger (links) und Julius Pahmeier, Gründer von VREY (Bildquelle: VREY (RE Joule GmbH))
Cedric Jaeger (links) und Julius Pahmeier, Gründer von VREY (Bildquelle: VREY (RE Joule GmbH))

Das Berliner Climate-Tech-Start-up VREY (RE Joule GmbH) hat erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 3,3 Mio. € abgeschlossen. An der Finanzierungsrunde beteiligen sich Rubio Impact Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie Kopa Ventures. VREY ist als zertifizierter Messstellenbetreiber und Abrechnungspartner auf die Umsetzung von Mieterstrommodellen und der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) spezialisiert – einer neuen regulatorischen Möglichkeit, die erstmals eine wirtschaftlich attraktive und operativ deutlich vereinfachte Nutzung von Solarstrom im Mehrfamilienhaus ermöglicht.

Mit der abgeschlossenen Finanzierung plant VREY sein derzeit rund 20-köpfiges Team gezielt auszubauen und seine Plattform weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Position als führender Anbieter für Energielösungen im Mehrfamilienhaus weiter zu stärken.

„Die meisten Immobilienbesitzer wollen ihre Gebäude zukunftsfähig aufstellen. Bislang fehlten dafür jedoch praktikable Lösungen. Mit VREY machen wir Solar im Mehrfamilienhaus erstmals einfach und wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar“, sagt Julius Pahmeier, Co-Founder und Geschäftsführer von VREY.

Solarstrom im Mehrfamilienhaus wird wirtschaftlich umsetzbar

Solar auf Mehrfamilienhäusern galt lange als regulatorisch gewünscht, jedoch operativ komplex und wirtschaftlich unattraktiv. Gerade die Rolle als Energievollversorger, teure Messtechnik und komplexe Abrechnungsprozesse galten lange als zentrale Hürden. Mit der Einführung der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung entfällt ein Großteil dieser Komplexität erstmals – insbesondere die Notwendigkeit, selbst als Energieversorger aufzutreten. Dadurch wird ein Markt von über 20 Millionen Wohneinheiten zugänglich, der bislang wirtschaftlich kaum erschließbar war.

Infrastruktur für Energie im Mehrfamilienhaus

Genau hier setzt VREY an: Mit einer integrierten Lösung aus Smart-Meter-Infrastruktur und automatisierter Abrechnung ermöglicht das Unternehmen erstmals eine einfache und profitable Umsetzung. VREY positioniert sich damit als EnergyOS für das Mehrfamilienhaus – eine zentrale Infrastruktur für Messung, Abrechnung und Steuerung von Energieflüssen.

Damit können Immobilienbesitzer Solarstrom direkt vor Ort an ihre Mietenden verkaufen und so zusätzliche Einnahmen generieren – bei gleichzeitiger Senkung der Stromkosten für die Bewohner. VREYs Lösung ermöglicht die Integration von Speichern, Wärmepumpen und E-Mobilität. Für die Installation der Anlagen arbeitet VREY eng mit lokalen, frei wählbaren Installationsbetrieben zusammen.

Eine typische 30-kWp-Anlage auf einem Zehn-Parteien-Haus kann rund 5.500 Euro zusätzliche Einnahmen pro Jahr generieren. Gleichzeitig zahlen Mieter bis zu 20 Prozent weniger für Strom, was einer jährlichen Ersparnis von etwa 120 bis 250 Euro entspricht. Neben der direkten Ersparnis werden Stromkosten besser planbar – ein entscheidender Vorteil, da volatile Energiepreise – getrieben durch höhere Öl- und Gaspreise sowie geopolitische Krisen – erhöhen den Druck auf Eigentümer und Mieter

Kapital für Skalierung und Produktentwicklung

„Mietwohngebäude galten lange als eines der Segmente im Wohnungsmarkt, in denen Solar praktisch nicht umsetzbar war. VREY hat hierfür eine schnell skalierbare Lösung entwickelt, von der alle profitieren: Mieter senken ihre Energiekosten, Eigentümer steigern ihre Erträge – ohne die Pflichten eines Energieversorgers zu übernehmen – und gleichzeitig werden CO₂-Emissionen reduziert. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung, diese Finanzierungsrunde anzuführen, war nicht nur das Geschäftsmodell, sondern vor allem die Geschwindigkeit und Klarheit, mit der Julius und Cedric dieses umgesetzt haben. Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte aktiv mitzugestalten.“, sagt Helmer Schukken, Partner bei Rubio Impact Ventures.

Jan Kätker, Investment Manager beim HTGF, ergänzt: „Solar im Mehrfamilienhaus gehört heute auf die Roadmap jedes Bestandshalters. Entscheidend ist eine Lösung, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lässt. VREY schließt diese Lücke und schafft die Grundlage für eine breite Skalierung in Bestand und Neubau. Es ist beeindruckend, was das Team um Julius Pahmeier und Cedric Jaeger bereits aufgebaut hat – wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte zu begleiten.“

„Die Einführung der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung stellt einen wichtigen regulatorischen Durchbruch in Deutschland dar und schafft ein neues Marktumfeld, das Expertise und Umsetzung erfordert. Genau hier überzeugt das Vrey-Team mit Fachwissen, Pragmatismus und Geschwindigkeit. Aus unserer Erfahrung im Immobilienbereich sehen wir eine starke Nachfrage nach Lösungen wie Vrey und freuen uns, das Team beim weiteren Wachstum zu unterstützen.“, sagt Marius Weckel, Principal bei Kopa Ventures.

Mit der abgeschlossenen Finanzierung plant VREY sein derzeit rund 20-köpfiges Team gezielt auszubauen und seine Plattform weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Position als führender Anbieter für Energielösungen im Mehrfamilienhaus weiter zu stärken.

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