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Savills: Die Stimmung der Investoren gegenüber europäischen Büroimmobilien verbessert sich

Foto: Georgi Kalaydzhiev / unsplash

Laut einer aktuellen Studie von Savills werden Investoren zunehmend sektorunabhängiger und konzentrieren sich stärker auf die Qualität der Objekte, um solide Renditen aus ihren Investitionen zu erzielen. Die jüngste Umfrage von INREV zur Anlegerstimmung für das 4. Quartal 2025 zeigt, dass Investoren die südeuropäischen Märkte am meisten bevorzugen, wobei sich die Stimmung gegenüber Deutschland in den letzten Monaten deutlich verbessert hat. Darüber hinaus wird weniger über die Präsenz im Büro und die Obsoleszenz von Büroflächen diskutiert als noch vor 12 bis 24 Monaten, und Investoren sind wieder ankaufsfreudiger.

Dies steht in engem Zusammenhang mit den neuesten Prognosen zum BIP-Wachstum in Europa. Oxford Economics geht davon aus, dass das BIP-Wachstum in der Eurozone 2026 1,0 % und 2027 1,6 % erreichen wird. In ganz Europa wird erwartet, dass die Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas sowie Südeuropas im Jahr 2026 das stärkste BIP-Wachstum verzeichnen werden, angetrieben durch eine stärkere Binnennachfrage und Investitionen. Die wirtschaftlichen Aussichten für Westeuropa dürften sich im nächsten Jahr deutlich verbessern. Für Deutschland wird beispielsweise für das Jahr 2027 ein BIP-Wachstum von über 2 % erwartet.

Investoren konzentrieren sich auf Qualität für solide Renditen
Investoren konzentrieren sich auf Qualität für solide Renditen (Quelle: Savills)

Im 4. Quartal 2025 blieben die durchschnittlichen Anfangsrenditen für erstklassige Büroimmobilien in Europa mit 4,9 % stabil. München (-10 Basispunkte), Hamburg (-10 Basispunkte) und Prag (-10 Basispunkte) verzeichneten einen Rückgang, während die Rendite in Bukarest um 20 Basispunkte zulegte.

Anfangsrenditen für Büroimmobilien in Europa Q4 2025
Entwicklung der Anfangsrenditen für erstklassige Büroimmobilien in Europa im 4. Quartal 2025 (Quelle: Savills)

Mike Barnes, Director European Commercial Research bei Savills, sagt: „Mieter werden treuer und entscheiden sich für Mietvertragsverlängerungen, da es an gut gelegenen Büroflächen in Toplage mangelt und die Kosten für die Ausstattung in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 67 % gestiegen sind. Vermieter können daher bei Mietvertragsverlängerungen Mietsteigerungen erzielen, was zu einem realen Mietwachstum führt und mehr Käufer für erstklassige Immobilien anzieht. Angesichts der geringen Bautätigkeit erwarten wir für 2026 einen Anstieg der durchschnittlichen Spitzenmieten um 3,7 %.“

James Burke, Director Global Cross Border Investment bei Savills, fügt hinzu: „Die Stimmung der Investoren ändert sich. Wir beobachten beispielsweise bereits ein deutlich gestiegenes Interesse an Deutschland, das durch die Erwartungen einer Erholung der Wirtschaft im Jahr 2026 gestützt wird. Attraktivere Fremdkapitalkosten ziehen einen größeren Kreis von Investoren an, und wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr eine weitere Erholung des Investitionsvolumens in Europa sehen werden.“

„Das steigende Interesse internationaler Investoren am deutschen Markt trifft auf eine wachsende Verkaufsbereitschaft heimischer Bestandshalter. Diese Konstellation führte zuletzt zwar zu einer Stabilisierung, jedoch nicht zu einer spürbaren Belebung der Transaktionszahlen. Für mehr Dynamik müssen sich die Preiserwartungen der Parteien weiter annähern. Dass viele Eigentümer bei einem etwaigen Verkauf ihre nicht marktgerechten Buchwerte erreichen müssen, während Investoren auf Preisabschläge hoffen, trägt weiterhin maßgeblich zur geringen Liquidität am Büroinvestmentmarkt bei“, sagt Karsten Nemecek, Deputy CEO Germany und verantwortlich für den Bereich Capital Markets bei Savills.

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