Für Deutschlands wichtigste Bürohochburgen Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München wird zum Halbjahr ein Flächenumsatz von 1,3 Mio. m² registriert. Damit bewegt sich der Markt insgesamt seitwärts. In einem unverändert herausfordernden Marktumfeld setzen sich Berlin und München einmal mehr an die Spitze. Das Umsatzplus beläuft sich hier auf 51 % bzw. 38 % im direkten Vorjahresvergleich. Das ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Die deutschen Büromärkte überzeugen zum Halbjahr mit einer Seitwärtsbewegung. Angesichts der unverändert schwachen Wirtschaftsdynamik und der seit dem Ausbruch des Irankriegs zusätzlich belastenden Rahmenbedingungen ist der registrierte Flächenumsatz von 1,3 Mio. m² und damit das Erreichen des Vorjahresniveaus als Erfolg zu werten. Die Märkte beweisen ihre Resilienz. Die Grunddynamik ist intakt. Getragen von bedeutenden Großabschlüssen ist der Flächenumsatz in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München jüngst sogar gestiegen“, erläutert Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland.
Berlin und München mit Abstand umsatzstärkste Märkte
Der Berliner Büromarkt meldet sich in beeindruckender Weise zurück. Mit einem Flächenumsatz von 373.000 m² und einem Umsatzplus von 51 % im direkten Vorjahresvergleich ist die Bundeshauptstadt zurück an der Spitze der bedeutendsten Büromärkte. Zum aktuellen Halbjahresergebnis, das knapp 10 % über dem Langzeitschnitt notiert, hat insbesondere die gestiegene Zahl an Großabschlüssen beigetragen. Die öffentliche Verwaltung sticht dabei mit gleich zwei Abschlüssen im Eigennutz hervor. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit wird um 31.500 m² erweitert, und die Berliner Stadtreinigung wird gut 16.000 m² beziehen. Signalcharakter hat auch der Mietvertragsabschluss von JetBrains über 18.500 m². Der Software-Anbieter setzt damit ein klares Signal für den IuK-Standort Berlin. Insgesamt werden für die Bundeshauptstadt im ersten Halbjahr vier Verträge über 10.000 m² Mietfläche registriert. Alle mit Neubau-Erstbezugsqualität, was den Nachfragefokus auf Top-Flächen insbesondere bei Großverträgen eindrucksvoll unterstreicht. Auch in München tragen vier Großverträge entscheidend zum deutlich gestiegenen Flächenumsatz bei. Mit 354.000 m² wurde das Vorjahresergebnis um 38 % eingestellt. Der Markt bewegt sich damit wieder im Langzeitschnitt. Wie in Berlin sind es auch hier vier Großverträge, die maßgeblich ins Gewicht fallen, darunter der Apple-Neubau (im Eigennutz) mit rund 29.000 m².




