Noch vor wenigen Monaten galt ein anderes Szenario als wahrscheinlich: Aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der Eskalation rund um den Iran wurde erwartet, dass zahlreiche in Dubai lebende Deutsche nach Europa zurückkehren und verstärkt in Immobilien investieren würden. Dieser Trend bleibt bislang jedoch weitgehend aus, nur vereinzelt sind Rückzüge nach Deutschland festzustellen.
Stattdessen beobachtet Sotheby’s International Realty eine andere Entwicklung: Internationale Käufer kehren zunehmend auf den deutschen Immobilienmarkt zurück und setzen dabei verstärkt auf Standorte wie die Banken- und Wirtschaftsmetropole Frankfurt am Main.
„Wir hatten zunächst erwartet, dass insbesondere deutsche Expats aus Dubai aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten verstärkt nach Deutschland zurückkehren würden. Diese Entwicklung sehen wir aktuell jedoch nicht in dem Umfang, den viele prognostiziert hatten“, so Olivier Peters von Sotheby´s International Realty in Frankfurt und Wiesbaden. „Was wir stattdessen deutlich wahrnehmen: Internationale Investoren betrachten Deutschland wieder verstärkt als stabilen und sicheren Hafen.“
Vor dem Ukraine-Krieg lag der Anteil internationaler Käufer in Deutschland in bestimmten Premiumsegmenten bei rund 30 Prozent. Mit Beginn des Krieges sank dieser Anteil zeitweise auf etwa 10 Prozent. Viele internationale Interessenten bewerteten Deutschland damals als geografisch zu nah am Kriegsgeschehen.
Diese Wahrnehmung verändert sich nun spürbar. „Internationale Käufer haben erkannt, dass geopolitische Risiken mittlerweile ein globales Thema sind und unabhängig davon, ob man in Europa, Asien oder im Nahen Osten investiert“, so Peters weiter. „Deutschland wird wieder stärker als vergleichsweise verlässlicher und transparenter Markt wahrgenommen, insbesondere im Hinblick auf Rechtssicherheit, institutionelle Stabilität und die weiterhin hohe Attraktivität zentraler Wirtschaftsstandorte.“




