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"Entscheidend wird nun sein, ob sich der Energiepreisschock zunehmend auf Löhne und andere Preise überträgt."

"Entscheidend wird nun sein, ob sich der Energiepreisschock zunehmend auf Löhne und andere Preise überträgt."
Prof. Dr. Steffen Sebastian, Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung an der IREBS Universität Regensburg. Bildquelle: Christian Buck

Prof. Dr. Steffen Sebastian, Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung, IREBS Institut für Immobilienwirtschaft, Universität Regensburg

„Die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen unverändert zu lassen, war von den meisten Marktbeobachtern erwartet worden. Zwar ist die Inflation im Euroraum im September auf 3,8 Prozent gestiegen und liegt damit deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent. Allerdings wird der Preisanstieg weiterhin maßgeblich von den hohen Energiepreisen getrieben. Dagegen kann die EZB mit höheren Zinsen wenig ausrichten. Gleichzeitig haben die gestiegenen Renditen an den Anleihemärkten die Finanzierungsbedingungen bereits verschärft. Entscheidend wird nun sein, ob sich der Energiepreisschock zunehmend auf Löhne und andere Preise überträgt. Sollte sich die Inflation auf breiter Front verfestigen, dürfte die EZB weitere Zinserhöhungen vornehmen. Eine Zinspause bedeutet deshalb noch keine Entwarnung.“

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