Um den Verlust von praxisnahem Urteilsvermögen im Investment Management zu verhindern, muss die Erfahrung von Senior-Experten gezielt an den Nachwuchs weitergegeben werden, meint Dr. Georg Allendorf FRICS – expadBridge Advisors GmbH.
Brandenburg.Legal warnt vor überzogenen Erwartungen an Büro-zu-Wohnen: Nur etwa 30% der leerstehenden Büros sind technisch/baurechtlich geeignet, wirtschaftlich umsetzbar ist nur ein Teil. In München sieht Colliers kurzfristig 1.200 statt 10.000 Wohnungen; gefordert werden schnellere Verfahren.
Der BGH entschied am 21. Mai 2026, dass Verwalter bei Vermietung eigener Bestände keine Provision von Vermietern verlangen dürfen. Prof. Martin Häublein kritisiert dies als falsch und warnt vor massenhaften Rückforderungen. Er sieht den Gesetzgeber am Zug.
Die ApartmentAllianz Berlin kritisiert in ihrer Analyse der Wahlprogramme eine fehlende Gastfreundschaft und klare Strategie der Berliner Politik. LINKE und GRÜNE setzen auf Steuerung und Regulierung, die SPD auf City-Tax-Mittel. Gefordert wird eine qualitäts- und gästeorientierte Entwicklung.
Nordrhein-Westfalen novelliert die Landesbauordnung: Der neue BauCode NRW tritt am 1. September 2026 in Kraft. Aengevelt sieht darin deutliche Erleichterungen und Kostensenkungspotenziale – u. a. weniger DIN-Pflichten, mehr verfahrensfreie Vorhaben, digitale Anträge und Genehmigungsfiktion.
Ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft legt ein gemeinsames Positionspapier zur Fortsetzung der Berliner Verwaltungsreform vor. Es fordert Senat und Abgeordnetenhaus auf, die Reformen bis und nach der Wahl konsequent fortzuführen – mit stärkeren Bezirken, schnelleren Verfahren und Digitalisierung.
Ein Marktkommentar von Wüest Partner: Der Kabinettsbeschluss vom 12. August 2026 belässt den nationalen CO₂-Preis 2027 bei 55–65 €/t. Ab 2028 greift ETS 2 mit marktbasierten, potenziell höheren Preisen – besonders riskant für ineffiziente Gebäude. Investoren sollten höhere Szenarien einplanen.
Aengevelt bewertet erste Erfahrungen mit dem seit 30.10.2025 geltenden „Bauturbo“: Viele Kommunen zögern wegen Komplexität, Rechtsrisiken, enger Fristen und fehlender Kapazitäten. Fortschritte: Paderborn genehmigte erstmals; Frankfurt nutzte Instrumente in 40% von 22 Projekten (ca. 900 WE).
Im Juli 2026 speiste die Photovoltaik in Deutschland erstmals 12 Milliarden kWh in das öffentliche Netz ein. Zur Mittagszeit lag die mittlere Solarleistung bei über 40.000 MW. Das IWR erklärt Missverständnisse zur EEG-Förderung und betont die Rolle der Differenzkosten.
Aengevelt warnt, dass die „Bio-Treppe“ des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes Heizkosten stark verteuert. Biomethan sei knapp und teurer als Erdgas; das IW erwartet +80 % bis 2040 und +119 % bis 2045, einen Teil der Mehrkosten müssten Vermieter tragen.
Die Bundesregierung hat die EEG-Novelle 2027 und das Netzanschlusspaket im Kabinett beschlossen. Alterric kritisiert höhere Kosten, Unsicherheit und Investitionsrisiken und fordert Nachbesserungen im Bundestag. Positiv bewertet das Unternehmen Erleichterungen für Co-Location.
Der vdp begrüßt die EU-Mitteilung zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors, kritisiert jedoch das Fehlen konkreter Maßnahmen. Er fordert angesichts steigender Eigenkapitalanforderungen die dauerhafte Fixierung des Output-Floors bei 50 %; betroffene Banken müssten sonst bis 2032 rund 20 % mehr Kapital vorhalten.