Ulrich Creydt, Steuerberater und Partner, Ypsilon Group
„Es ist verständlich, dass die EZB den Zins auf dem bisherigen Niveau belässt. Sie hatte bereits am 10. September den Zins erhöht. Stabile Zinsen sind gut für die deutsche Wirtschaft und das überraschend höhere Wachstum. Unternehmen könnten aufgrund stabiler Zinsen mehr investieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Darüber hinaus sind sie eine Wohltat für den Immobilienmarkt, weil Finanzierungen und damit auch der Erwerb privaten Wohneigentums erschwinglicher bleiben.
Es könnte aber durchaus sein, dass die EZB mit ihrer Entscheidung dem Zinsanstieg nur eine Verschnaufpause zubilligt. Das Thema Zinssteigerungen ist längst nicht vom Tisch. Gegebenenfalls könnte sich die EZB bei der kommenden Zinsentscheidung am 17. Dezember verpflichtet fühlen, den Zins wieder zu erhöhen. Denn wichtige Zinstreiber bestimmen weiterhin den Markt, allen voran steigende Energiekosten, die auf Erzeuger- und Verbraucherpreise durchschlagen und die Inflation erhöhen.“


