Das niederländische Gesetz zur Zukunft der Altersvorsorge verändert die Allokationslogik ganzer Pensionssysteme. Das führt zu einem grundlegenden Wechsel im größten kapitalgedeckten Pensionssystem Europas.
Das Dokument ist extrem umfangreich, aber die Kernaussage ist klar: Europa soll endlich einen echten, einheitlichen Kapitalmarkt bekommen – und dafür wird das Aufsichts- und Marktinfrastrukturmodell radikal vereinheitlicht.
Für institutionelle Anleger verschieben sich die Gewichte innerhalb der Real Assets. Immobilien bleiben ein zentrales Portfolioelement, wobei Infrastruktur sie zunehmend um eine Stabilitätskomponente ergänzt.
Endlich traut sich Europa an die Frage, was ein nachhaltiges Produkt überhaupt ist. Die SFDR-Reform ist nicht weniger als der Versuch, Ordnung in ein Jahrzehnt regulatorischem Chaos zu bringen.
Während die deutsche AnlV Kapitalströme umlenkt, versucht Solvency II, sie risikogerecht zu begleiten. Durch reduzierte Eigenmittelanforderungen soll Kapital insbesondere für Infrastruktur geöffnet werden – Stichwort: qualifizierte Infrastruktur.
Wer heute im Kontext institutioneller Real-Asset-Anlagen noch klassisch nach einer Immobilienquote fragt, verpasst möglicherweise die Entwicklung zu einer Versorgungs- und Funktionsquote.
Auf den ersten Blick wirken die neuen Regulatory Technical Standards der ESMA technisch, detailliert und schwer verdaulich. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Diese Regeln sind kein Hemmschuh, sondern eine Architektur der Ermöglichung.
Institutionelle Anleger drängen auf eine starke Verantwortungs-Governance in Immobilien-Masterfonds-Mandaten. Die rechtliche Verantwortung des Asset Managers soll sich nicht länger in der bloßen Beratung des Portfoliomanagements der KVG erschöpfen.